FW-Eichenauer: 4,9-Prozent-MwSt wird zum Kosten- und Bürokratiehammer für kleine Lebensmittelhändler!

Kunden sparen Cent-Beträge – Bäcker, Fleischhauer und Nahversorger zahlen tausende Euro für Kassensystem-Umstellungen! Kunden sparen Cent-Beträge – Bäcker, Fleischhauer und Nahversorger zahlen tausende Euro für Kassensystem-Umstellungen!

Die geplante Senkung der Mehrwertsteuer auf ausgewählte Lebensmittel auf 4,9 Prozent entpuppt sich für viele kleine Lebensmittelhändler, Bäcker, Fleischhauer und Nahversorger als nächster praxisferner Belastungsschlag. Was als Entlastung verkauft wird, bringt in Wahrheit neue Bürokratie, teure Umstellungen und massive Unsicherheit für die Betriebe.

Viele bestehende Kassensysteme können einen Steuersatz von 4,9 Prozent nicht oder nur mit erheblichem Aufwand abbilden. Für kleine Händler bedeutet das neue Software, Technikerstunden oder sogar neue Kassensysteme. Kosten von 4.000 bis 5.000 Euro und mehr sind dabei keine Seltenheit.

Gleichzeitig ist der Nutzen für die Konsumenten kaum spürbar. Während Kunden bei einzelnen Einkäufen oft nur Cent-Beträge sparen, bleiben die Betriebe auf hohen Umstellungskosten, zusätzlichem Verwaltungsaufwand und komplizierten Abgrenzungsfragen sitzen. Besonders betroffen sind Bäcker, Fleischhauer, Greißler und Nahversorger mit Mischprodukten, Feinkost, Imbissangeboten oder Verzehr vor Ort.

„Diese 4,9-Prozent-Regel ist Symbolpolitik auf dem Rücken der kleinen Händler: Kunden sparen kaum spürbar etwas, während Bäcker, Fleischhauer und Nahversorger tausende Euro für Kassenumstellungen, Bürokratie und Abgrenzungsprobleme zahlen sollen. Wer so etwas beschließt, hat von der Realität in den Betrieben nichts verstanden. Die FW fordert daher: diesen Kosten- und Bürokratiehammer zurücknehmen – oder zumindest eine straffreie Übergangsfrist von mindestens 30 Tagen sicherstellen“, so Ronald Eichenauer, Bundesfachrat Lebensmittelhandel der Freiheitlichen Wirtschaft, abschließend.

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