
Standards als Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit Europas
Vollversammlung von Austrian Standards International diskutiert Europas Wettbewerbsfähigkeit in einer Welt im Umbruch
BEI DER ORDENTLICHEN VOLLVERSAMMLUNG VON AUSTRIAN STANDARDS INTERNATIONAL AM 25. JUNI 2026 IN WIEN STANDEN DIE BILANZ DES VERGANGENEN JAHRES, DIE ZUKUNFT DER STANDARDISIERUNG SOWIE EIN PERSONELLER WECHSEL IM PRÄSIDIUM IM FOKUS. DEN ABSCHLUSS BILDETE EINE KEYNOTE VON OTHMAR KARAS ZUR ROLLE EUROPAS IN EINER WELT IM UMBRUCH.
Austrian Standards ist die österreichische Standardisierungsorganisation und managt das Schwarmwissen tausender Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen und Branchen, die von Organisationen u.a. aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung entsendet werden. In Standardisierungsgremien entwickeln diese Expertinnen und Experten gemeinsam getragene Lösungen für zentrale technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen. Einheitliche Standards sind dabei entscheidend, um Kompatibilität, Sicherheit und Effizienz von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen nachhaltig zu gewährleisten.
Vor diesem Hintergrund gewinnen Standards in einem zunehmend dynamischen und von Unsicherheiten geprägten wirtschaftlichen Umfeld weiter an strategischer Bedeutung. Geopolitische Spannungen, neue Handelskonflikte, Künstliche Intelligenz und der globale Wettlauf um technologische Führerschaft verändern die Rahmenbedingungen der Wirtschaft grundlegend. Standards schaffen gemeinsame Grundlagen für Innovation, sichern Marktzugang und stärken internationale Wettbewerbsfähigkeit.
STANDARDS SCHAFFEN ORIENTIERUNG IN EINER KOMPLEXER WERDENDEN WELT
„Standards sind ein Ausdruck gemeinsamer Verantwortung. Sie führen unterschiedliche Perspektiven, Erfahrung und Fachwissen zusammen und machen daraus tragfähige Lösungen“, ordnet ANTON OFNER, PRÄSIDENT VON AUSTRIAN STANDARDS INTERNATIONAL, die Rolle von Standards strategisch ein. „In Zeiten tiefgreifender wirtschaftlicher, technologischer und gesellschaftlicher Veränderungen schaffen sie Orientierung, Vertrauen und Verlässlichkeit.“
VALERIE HÖLLINGER, CEO VON AUSTRIAN STANDARDS, unterstreicht die wirtschaftliche Bedeutung von Standards: „Wettbewerbsfähigkeit entsteht dort, wo Wissen, Innovation und Umsetzung zusammenkommen. Standards schaffen als gemeinsame Sprache die Grundlage für wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Deshalb entwickeln wir Austrian Standards konsequent weiter als Plattform für Wissen, digitale Lösungen und internationale Vernetzung.“
WECHSEL IM PRÄSIDIUM
Im Rahmen der Vollversammlung wurde auch ein personeller Wechsel im Präsidium vollzogen. MANFRED MATZKA, LANGJÄHRIGER VIZEPRÄSIDENT VON AUSTRIAN STANDARDS INTERNATIONAL, wurde verabschiedet. Er hebt zum Abschied hervor, was Standardisierung aus seiner Sicht ausmacht: „Standardisierung lebt vom Dialog und von der Bereitschaft, unterschiedliche Interessen zu gemeinsamen Lösungen zusammenzuführen. Es war mir eine große Freude, diesen Weg über viele Jahre mitzugestalten. Austrian Standards International verfügt über eine starke Gemeinschaft von Expertinnen und Experten und stellt sich hervorragend für die Zukunft auf.“
PRÄSIDENT ANTON OFNER dankt ihm für sein langjähriges Engagement: „Manfred Matzka hat Austrian Standards über viele Jahre mit großer Kompetenz, Weitblick und persönlichem Engagement begleitet. Dabei war sein Verständnis von Standardisierung stets davon getragen, dass sie gemeinsame Grundlagen schafft, Verständigung erleichtert, Zusammenarbeit ermöglicht und verlässliche Orientierung in einer vielfältigen Welt gibt. Für seinen langjährigen Einsatz und seine wertvollen Beiträge danken wir ihm herzlich.“
Seine Nachfolge als Vizepräsident übernimmt KARL-HEINZ STRAUSS, VORSTANDSVORSITZENDER DER PORR AG und eine der profiliertesten Persönlichkeiten der österreichischen Bau- und Infrastrukturwirtschaft. „Wer große Projekte erfolgreich umsetzen will, braucht gemeinsame Spielregeln. Standards schaffen Vertrauen zwischen Auftraggebern, Unternehmen und Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Sie sind damit ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Innovation, Qualität und nachhaltiges Wachstum. Ich freue mich darauf, im Rahmen meiner Tätigkeit im Präsidium von Austrian Standards International die Weiterentwicklung des Standardisierungssystems zu begleiten und die Positionierung von Austrian Standards International als Türöffner zu globalen Märkten weiter zu stärken“, erklärt Strauss seinen Blick aus der unternehmerischen Praxis.
OTHMAR KARAS: EUROPA MUSS SEINE GESTALTUNGSKRAFT STÄRKEN
Einen weiteren Höhepunkt der Vollversammlung bildete die Keynote von OTHMAR KARAS, PRÄSIDENT DES EUROPEAN FORUM ALPBACH, zum Thema „Globale Dynamiken im Wandel: Die Folgen für Europa“. „Europa kann seine Zukunft nur dann erfolgreich gestalten, wenn es wirtschaftliche Stärke, technologische Kompetenz und politische Handlungsfähigkeit miteinander verbindet. Gemeinsame Standards sind dabei ein oft unterschätzter Erfolgsfaktor. Sie schaffen Verlässlichkeit, fördern Innovation und stärken Europas Position im globalen Wettbewerb“, schlägt Karas den Bogen zur europäischen Ebene.
Die Vollversammlung 2026 von Austrian Standards International zeigt deutlich, dass in einer Welt zunehmender Unsicherheit gemeinsame Regeln, internationale Zusammenarbeit und die aktive Mitgestaltung von Standards weiter an Bedeutung gewinnen. Denn wer Standards mitgestaltet, gestaltet auch die Rahmenbedingungen für Innovation, Märkte und Wettbewerbsfähigkeit.
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Austrian Standards
Mirjana Verena Mully
Telefon: +43 676 897124301
E-Mail: mirjana-verena.mully@austrian-standards.at
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