
Bildungsdirektion streicht Koordinierungsstelle der Wiener Klimabeauftragten: Falsches Signal in Zeiten von Hitzewellen und Klimakrise
Teachers For Future Österreich kritisieren die geplante Schwächung für Schulen, die durch Hitze, Ängste und Gesundheitsrisiken aufgrund der Klimakrise zunehmend belastet sind.
Das Netzwerk der Klimabeauftragten zählt über 90 freiwillige Pädagog*innen und Direktor*innen aller Schultypen. Seit 2021 unterstützt die Koordinierungsstelle sie bei Klimaschutz, Klimabildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), einem Bildungsauftrag der Schulen. Bei den regelmäßigen Treffen können sich Klimabeauftragte vernetzen, weiterbilden und Projekte gemeinsam umsetzen. Diese Koordination sollen künftig ein bis zwei Schulqualitätsmanager*innen zusätzlich zu ihrer Arbeit übernehmen. Fraglich ist, ob sie über die notwendigen zeitlichen Ressourcen und fachliche Expertise verfügen, und ob sie Ansprechpartner*innen auf Augenhöhe für die Klimabeauftragten sein werden.
Diese Entscheidung widerspricht den Erkenntnissen des Zweiten Österreichischen Sachstandsberichts zum Klimawandel (2025). Dieser hält fest, dass das österreichische Bildungssystem nicht ausreichend zu einer klimafreundlichen Lebensweise beiträgt, und somit die Erhitzung mit vorantreibt.
Teachers For Future Österreich fordern die Bildungsdirektion für Wien und das Bildungsministerium auf, darzulegen, wie die Unterstützung der Klimabeauftragten künftig sichergestellt wird. Denn wer eine gesunde und gerechte Zukunftsperspektive stärken will, muss verlässliche Strukturen aufbauen, nicht abbauen.
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