Pendlergipfel an der Montanuni Leoben

Erste Zusagen für Verbesserungen ab Dezember 2026! Pendlerinitiative und Betriebsräte bleiben weiterhin wachsam!

Mehrere hundert Pendlerinnen und Pendler leiden seit der letzten Fahrplanumstellung und Eröffnung der Koralmbahn unter deutlich verschlechterten Bahnverbindungen zwischen Graz und Leoben. Aufgrund zahlreicher Beschwerden ist die Pendlerinitiative bereits seit Wochen aktiv und führt Gespräche mit ÖBB und Land Steiermark, um Verbesserungen zu erreichen. Bei einem Pendlergipfel an der Montanuniversität Leoben konnten nun über erste Zusagen für eine Verstärkung der Bahnverbindungen ab Dezember 2026 berichtet werden. Die Pendlerinitiative und die Betriebsräte begrüßen die Entwicklung, pochen jedoch weiterhin auf verbindliche und nachhaltige Lösungen.

Auf Initiative der Betriebsräte der Montanuniversität Leoben fand in der Vorwoche ein Pendlergipfel wegen der derzeit problematischen Bahnanbindung zwischen Graz und Leoben statt. An dem Treffen nahmen Vertreter der Pendlerinitiative, Betriebsräte der Montanuniversität sowie betroffene Pendlerinnen und Pendler teil. Hintergrund sind die seit Inbetriebnahme der Koralmstrecke deutlich schlechteren Zugverbindungen für Tagespendler zwischen Graz und Leoben. Insbesondere der Wegfall des bis Dezember fahrenden Regio-Express Graz–Leoben um 07:14 Uhr hat die Situation für zahlreiche Berufstätige und Studierende erheblich verschärft. Die verbleibenden Verbindungen, insbesondere der Regio-Express um 06:56 Uhr, sind regelmäßig massiv überfüllt. Der nächste Direktzug folgt erst deutlich später, wodurch die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs auf dieser wichtigen Pendlerstrecke spürbar leidet.

Im Rahmen des Pendlergipfels wurde berichtet, dass der Obmann der Pendlerinitiative Walter Semlitsch bereits Gespräche mit den ÖBB sowie mit Vertretern des Landes Steiermark geführt hat. Dabei konnte eine erste positive Rückmeldung erzielt werden: Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 soll es nach aktuellem Stand zu einer Verbesserung und Verstärkung der Zugverbindungen zwischen Graz und Leoben in den morgendlichen und abendlichen Stoßzeiten kommen. „Diese erste Zusage ist ein wichtiges Signal für die vielen Pendlerinnen und Pendler. Dennoch gibt es derzeit noch keine endgültige Absicherung der geplanten Maßnahmen“, so Pendlerobmann Walter Semlitsch. Deshalb werden wir als Pendlerinitiative gemeinsam mit den Betriebsräten, weiterhin konsequent an einer nachhaltigen Lösung arbeiten“.

Für die Arbeitnehmervertretung der Montanuniversität ist die aktuelle Situation nur schwer nachvollziehbar. Leoben ist die zweitgrößte Stadt der Steiermark und ein bedeutender Wirtschafts-, Forschungs- und Bildungsstandort. „Umso unverständlicher sei es, dass es für Berufstätige und Studierende, zu Stoßzeiten für Berufspendler keine ausreichend leistungsfähige Bahnverbindung mit der Landeshauptstadt Graz gibt“, so die Betriebsräte Jürgen Edlinger und Josef Adam.

Von einer Verbesserung der Pendlerverbindungen würden nicht nur die Beschäftigten und Studierenden der Montanuniversität profitieren. Auch zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer großer Arbeitgeber in der Region wären auf eine leistungsfähige Schienenanbindung angewiesen. Dazu zählen insbesondere das Landeskrankenhaus Leoben, die KNAPP AG sowie der Leiterplattenhersteller AT&S und viele weitere Betriebe im Großraum Leoben.

Die Teilnehmer des Pendlergipfels begrüßen daher die nun in Aussicht gestellten Verbesserungen, halten jedoch fest, dass der Handlungsbedarf weiterhin groß ist. Die Pendlerinitiative und die Betriebsräte werden den weiteren Planungsprozess aufmerksam begleiten und sich auch künftig mit Nachdruck dafür einsetzen, dass eine tragfähige und abgesicherte Bahnverbindung zwischen Graz und Leoben geschaffen wird.

Steirische Pendlerinitiative
Obmann Walter Semlitsch
Tel.: +43 664 8216091

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