Fabrik2026: Fill holt Smart Factory Award

Der Sondermaschinenbauer aus Gurten setzt auf durchgängige digitale Modelle und papierarme Fertigung.

Fill Maschinenbau aus Gurten (OÖ) hat beim alljährlich von Fraunhofer Austria und dem INDUSTRIEMAGAZIN ausgelobten Produktions-Award Fabrik2026 den Kategoriepreis Smart Factory gewonnen. Das Innviertler Produktionsunternehmen setzt in Sachen smarter Produktion auf durchgängige digitale Modelle und papierarme Fertigung. „Besonders überzeugend ist die Verbindung aus modellbasierter Fertigung und KI-gestützter Teile- und Kalkulationslogik in einem Umfeld, das von kundenspezifischen Projekten geprägt ist“, hieß es in der Jurybegründung.

Fill versteht Smart Production als durchgängige Arbeitsweise vom Engineering bis in die Montage. In der Konstruktion arbeitet der Sondermaschinenbauer mit 3D-Modellen, über die Arbeitsvorbereitung laufen die Informationen weiter in die Fertigungsplanung und schließlich in die Produktion. Aufträge, Modelle und Zeichnungen werden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Maschinen digital bereitgestellt. Auch Werkzeugdaten werden digital an die Maschine übergeben. In der Fertigung und Montage ersetzt das digitale Modell die klassische Zeichnung weitgehend. Auch Künstliche Intelligenz wird bei Fill bereits eingesetzt, unter anderem sind KI- gestützte Kalkulationsmodelle für den Blech-Zukaufin Anwendung. Auch die Fertigungsplanung und der operative Einkauf laufen weitestgehend automatisiert. Bei den meisten Anlagen von Fill sind mittlerweile KI-Anwendungen ein fixer Bestandteil und wichtiger Mehrwert für den Kunden.

Als Sondermaschinenbau-Unternehmen bedient Fill ein breites Spektrum an Technologien, Märkten und Kunden. „Eine schlanke, effiziente und digitale Prozesslandschaft bildet dabei die entscheidende Grundlage, um die hochkomplexen Projekte erfolgreich abwickeln zu können“, sagt Fill-COO Günter Redhammer. Mit dem Gewinn in der Kategorie „Smart Factory 2026“ sehe man die Vorreiterrolle von Fill in den Bereichen Digitalisierung, Effizienz und nachhaltige Produktion eindrucksvoll bestätigt. „Der Preis gehört vor allem unserem großartigen Team, das unser Unternehmen mit innovativen Ideen, kontinuierlichen Optimierungen und persönlichem Engagement Schritt für Schritt effizienter und digitaler gemacht hat. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben damit die Basis für diesen Erfolg geschaffen und diese Auszeichnung erst möglich gemacht“, so Redhammer.

Die vier Finalisten des Fabrik2026-Awards – das HOLLU SYSTEMHYGIENE-WERK Zirl, DAS HIRSCHMANN-AUTOMOTIVE-WERK RANKWEIL, DAS ZOTTER-WERK Riegersburg sowie die Fill Gesellschaft m.b.H. AUS GURTEN – präsentierten am 24. Juni nach einer Reihe von Vor-Ort-Evaluierungen durch Fraunhofer Austria ihre Produktionen den Fabrik2026-Juroren Thomas Friess, Friess M&A Corporate Finance, Mario Haidlmair, Haidlmair Gruppe, Martin Riester, Fraunhofer Austria Research sowie Beatrice Schmidt, FM FORUM Industriemedien.

Den Gesamtsieg – und damit den Titel Fabrik des Jahres – holte der Kontaktierungssystemehersteller Hirschmann Automotive. Ebenfalls nach Rankweil ging der Kategoriepreis „Efficient Factory“, Gewinner des Kategoriepreises „Sustainable Factory“ ist das WERK Zirl von HOLLU SYSTEMHYGIENE.

Ausgetragen wurde der Event in Aigen im Ennstal, Steiermark.

Der Fabrik-Award wurde heuer zum mittlerweile 15. Mal von INDUSTRIEMAGAZIN und Fraunhofer Austria vergeben. Er gilt als einer der härtesten Produktionspreise Europas.

INDUSTRIEMAGAZIN Redaktion
Mag. Daniel Pohselt
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