
Digitaler Euro: Handel unterstützt Europas Weg zu mehr Unabhängigkeit im Zahlungsverkehr. Keine Akzeptanzpflicht ohne Kosteneffizienz.
Trilog-Verhandlungen starten. Handel fordert praxistaugliche Ausgestaltung mit klarem Mehrwert. Erfolg entscheidet sich an Nutzen für Konsument:innen und Handel.
Mit dem heutigen Beschluss des Europäischen Parlaments können die Trilog-Verhandlungen zum Digitalen Euro beginnen. Damit tritt eines der wichtigsten europäischen Finanzprojekte der vergangenen Jahre in seine entscheidende Phase. Aus Sicht des österreichischen Handels bietet das Projekt die historische Chance, Europas Abhängigkeit von außereuropäischen Zahlungssystemen zu verringern, den Wettbewerb im Zahlungsverkehr zu stärken und die europäische Souveränität weiter auszubauen.
„_Der österreichische Handel unterstützt die Ziele des Digitalen Euro grundsätzlich. Richtig ausgestaltet kann er sowohl Konsumentinnen und Konsumenten als auch Unternehmen einen echten Mehrwert bieten – durch mehr Auswahlmöglichkeiten beim Bezahlen, hohe Sicherheits- und Datenschutzstandards sowie mehr Wettbewerb im Zahlungsverkehr. Entscheidend wird jedoch sein, dass der Digitale Euro im Alltag einen klaren Zusatznutzen schafft_“, erklärt RAINER WILL, Geschäftsführer des freiwilligen, überparteilichen und unabhängigen Handelsverbands.
EUROPA BRAUCHT MEHR EIGENSTÄNDIGKEIT IM ZAHLUNGSVERKEHR
Der europäische Zahlungsverkehr wird heute in hohem Maße von außereuropäischen Anbietern dominiert. Der Digitale Euro kann dazu beitragen, die strategische Autonomie Europas in einem zunehmend geopolitisch herausfordernden Umfeld zu stärken und gleichzeitig Innovation sowie Wettbewerb im Zahlungsverkehr zu fördern.
„_Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig strategische Unabhängigkeit in zentralen Infrastrukturen ist – von Energie über Halbleiter bis hin zu digitalen Technologien. Dass Europa nun auch im Zahlungsverkehr seine Eigenständigkeit stärken möchte, ist aus Sicht des österreichischen Handels der richtige Weg_“, so RAINER WILL.
ERFOLG ENTSCHEIDET SICH MIT DER AKZEPTANZ DER KONSUMENTEN
Der Handelsverband sieht großes Potenzial für den Digitalen Euro – allerdings nur dann, wenn er von den Menschen im Alltag tatsächlich gerne genutzt wird. Ein bloßes zusätzliches Zahlungsmittel ohne erkennbaren Mehrwert wird sich schwer durchsetzen.
„_Der Digitale Euro muss für Konsumentinnen und Konsumenten einfach, sicher und kostenlos sein – und für den Handel spürbar günstiger als bestehende Kartenzahlungen. Nur dann entsteht ein echter Mehrwert für alle Beteiligten_“, so Handelssprecher WILL. Der Handel sieht insbesondere folgende Vorteile in einem gut ausgestalteten Digitalen Euro:
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MEHR WAHLFREIHEIT für Konsumentinnen und Konsumenten durch eine zusätzliche europäische Zahlungsmöglichkeit,
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KOSTENLOSE NUTZUNG für Endkunden,
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HOHE DATENSCHUTZ- UND SICHERHEITSSTANDARDS,
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EUROPAWEIT EINSETZBARE europäische Zahlungsalternative,
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MEHR WETTBEWERB im Zahlungsverkehr und damit langfristig bessere Angebote,
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GRÖSSERE RESILIENZ der europäischen Zahlungsinfrastruktur.
FAIRE GEBÜHREN SIND VORAUSSETZUNG FÜR DEN ERFOLG
Damit sich der Digitale Euro erfolgreich etablieren kann, muss die Einführung auch für Unternehmen praktikabel und wirtschaftlich attraktiv sein. Der Handel appelliert daher an das Europäische Parlament, den Rat und die Europäische Kommission, die nun beginnenden Trilog-Verhandlungen zu nutzen, um den Digitalen Euro praxistauglich auszugestalten:
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MEHR EUROPÄISCHE SOUVERÄNITÄT durch eine starke europäische Zahlungsinfrastruktur
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FAIRE UND NIEDRIGE GEBÜHREN, die dauerhaft unter den Kosten heutiger Kartenzahlungen liegen und Händler gegenüber bestehenden Zahlungssystemen besser stellen
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EINFACHE TECHNISCHE INTEGRATION in bestehende Kassen- und Zahlungssysteme
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AUSREICHENDE ÜBERGANGSFRISTEN sowie besondere Berücksichtigung kleiner und mittlerer Unternehmen
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KEINE VERPFLICHTENDE ANNAHME ohne effiziente Kostenstruktur
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BARGELD BLEIBT ERHALTEN – der Digitale Euro soll Bargeld ergänzen, nicht ersetzen
JETZT BESTEHT DIE CHANCE AUF EINE EUROPÄISCHE ERFOLGSGESCHICHTE
„_Europa hat jetzt die Chance, den Zahlungsverkehr unabhängiger, innovativer und wettbewerbsfähiger zu gestalten._ _Der Digitale Euro soll von sich aus überzeugen, ohne Pflicht, indem er für alle Beteiligten attraktiver ist als bestehende Lösungen. Gelingt es, ihn einfach, sicher, kostengünstig und praxistauglich auszugestalten, kann daraus eine echte Erfolgsgeschichte und ein Meilenstein für den europäischen Zahlungsverkehr werden. Der österreichische Handel wird diesen Prozess konstruktiv begleiten und seine Praxiserfahrung aktiv einbringen_“, betont RAINER WILL abschließend.
Handelsverband Österreich
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