Klinik Hietzing: High-Tech Nuklearmedizin in saniertem Pavillon

Temporärer Standort macht Weg frei für Klinikneubau

Das Institut für Nuklearmedizin in der Klinik Hietzing bietet das gesamte Spektrum der nuklearmedizinischen Untersuchungen und Behandlungen an: von Schilddrüsen-, Herz-, Lungen-, Knochen- und neurologischen Erkrankungen bis hin zu nuklearmedizinischen Therapien. Dabei werden radioaktive Substanzen eingesetzt, um Krankheiten präzise zu diagnostizieren und gezielt zu behandeln. Allein im Jahr 2025 wurden rund 8.500 ambulante Patient*innenkontakte verzeichnet. Damit am bisherigen Standort der neue Wirtschaftshof und weitere zentrale Versorgungseinheiten errichtet werden können, übersiedelte die Nuklearmedizin temporär in einen umfassend sanierten historischen Pavillon. Dort steht nun eine hochmoderne Infrastruktur zur Verfügung, die modernste Medizintechnik mit höchsten Standards beim Strahlenschutz verbindet.

PRÄZISION, STRAHLENSCHUTZ UND MODERNE DIAGNOSTIK

Zwei SPECT-CT-Scanner – eine Kombination aus nuklearmedizinischer Bildgebung und Computertomografie – ermöglichen noch präzisere Untersuchungen bei Krebs-, Herz- und Knochenerkrankungen. Für Patient*innen, die körperlich nicht belastbar sind, steht zudem eine moderne Herzbelastungsliege für die Herzdiagnostik zur Verfügung. Ein neues Farbleitsystem erleichtert die Orientierung, die in der Nuklearmedizin wichtiger Teil eines sicheren und effizienten Ablaufes ist. Im Pavillon ist außerdem das Institut für Krankenhausphysik untergebracht, das den Strahlenschutz überwacht und die Qualität der Untersuchungen sicherstellt. „Mit der Sanierung konnten wir eine Infrastruktur schaffen, die höchste Anforderungen an Strahlenschutz, Qualität und Sicherheit erfüllt. Das verbessert die Versorgung unserer Patient*innen nachhaltig“, betont Institutsvorstand Siroos Mirzaei.

STRATEGISCHE ZWISCHENLÖSUNGEN FÜR DAS BAUEN BEI LAUFENDEM BETRIEB

Die Übersiedlung in den sanierten Pavillon ist zugleich der erste erfolgreiche Zwischenschritt auf dem Weg zum Klinikneubau: Bis 2039 entsteht entlang der Hermesstraße eine neue Zentralklinik mit allen Leistungen unter einem Dach. Damit die medizinische Versorgung während der Bauarbeiten uneingeschränkt gewährleistet bleibt, werden mehrere Bereiche vorübergehend in sanierte historische Pavillons verlegt. „Die adaptierten Pavillons sichern den laufenden Betrieb und bieten bis zur Fertigstellung des Neubaus moderne Rahmenbedingungen für Patient*innen und Mitarbeiter*innen“, so Wiener Gesundheitsverbund Generaldirektorin-Stellvertreter Herwig Wetzlinger.

HISTORISCHE BAUSUBSTANZ MODERN GENUTZT

Der denkmalgeschützte Pavillon wurde für das Institut für Nuklearmedizin statisch ertüchtigt und mit modernster Medizintechnik sowie umfassenden Strahlenschutzmaßnahmen ausgestattet. „Mit dieser Sanierung ist es gelungen, historische Architektur zu bewahren und gleichzeitig eine Infrastruktur zu schaffen, die höchsten medizinischen und sicherheitstechnischen Standards entspricht“, betont Marie-Thérèse Vierke, Geschäftsführerin der Wiener Gesundheitsverbund Projektentwicklungs- und Baumanagement GmbH.

WEITERE TEMPORÄRE STANDORTE FOLGEN

Der Pavillon für die Nuklearmedizin ist der erste von insgesamt 4 vorübergehenden Standorten, die im Zuge des Klinikneubaus in historischen Bestandsgebäuden geschaffen werden. Im Herbst folgen die Inbetriebnahmen der Zentralen Notaufnahme und des Instituts für Labormedizin in Pavillon 13, Anfang 2027 die Inbetriebnahme der 5. Medizinische Abteilung mit Onkologie in Pavillon 9.
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