
Bizarrer Artenschutz-Aufgriff: Zoll zog Haifischknorpel am Flughafen Wien aus dem Verkehr
Am 5. Juli kontrollierten die Zöllnerinnen und Zöllner Reisende aus China, die den Grünkanal am Flughafen Wien benutzten. Im Gepäck eines Passagiers stellten sie 117 Ampullen mit Nahrungsergänzungen in Form von Haifischknorpel fest, die sofort beschlagnahmt wurden.
„Dieser Fall zeigt, dass die Arbeit des Zolls auch für den internationalen Artenschutz von großer Bedeutung ist. Der illegale oder nicht ordnungsgemäß angemeldete Handel mit Produkten tierischen oder pflanzlichen Ursprungs kann gefährdete Arten zusätzlich unter Druck setzen. Unsere Zollbediensteten leisten mit ihren Kontrollen daher einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt, zur Einhaltung internationaler Schutzbestimmungen und zur konsequenten Durchsetzung geltender Regeln“, so Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl.
Der Passagier aus China meldete die Ware nicht beim Zoll an und wollte durch den Grünkanal nach Österreich einreisen. Im Zuge einer stichprobenartigen Kontrolle wurde das Gepäck des chinesischen Staatsbürgers beim Röntgen genau durchleuchtet und durch die geschulten Augen der Zollbediensteten wurden sofort Auffälligkeiten festgestellt. Nach Öffnung des Gepäckstücks entdeckte man die skurril anmutende Schmuggelware. Aufgrund der festgestellten Verstöße gegen den Artenschutz wurde eine Geldstrafe verhängt. Die Waren wurden beschlagnahmt.
Viele Tier- und Pflanzenarten sind heute weltweit in ihrem Bestand gefährdet bzw. sogar von der Ausrottung bedroht. Zum Schutz solcher Arten wurden auf internationaler und auf nationaler Ebene Regelungen getroffen, die den internationalen Handel unterschiedlich stark beschränken.
Sollten die Waren, die eingeführt werden sollen, dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen oder der EU-Artenschutzverordnung unterliegen, so müssen, je nach Schutzwürdigkeit der Tiere oder Pflanzen, die jeweils erforderlichen Artenschutzdokumente der Zollstelle vorgelegt werden.
* Foto des Aufgriffs
Bundesministerium für Finanzen, Pressestelle
(+43 1) 514 33 501 031
bmf-presse@bmf.gv.at
http://www.bmf.gv.at
Johannesgasse 5, 1010 Wien
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender