
SPÖ-Gruber-Pruner zu SOS-Kinderdorf: Runden Tisch zu Kinder- und Jugendschutz rasch einberufen
Aussprache mit Reformkommission zu SOS-Kinderdorf im Bundesratsausschuss: „Kinderschutz braucht bundesweit einheitliche Standards“
Im Kinderrechteausschuss des Bundesrates hat gestern eine Aussprache mit der von SOS-Kinderdorf Österreich eingesetzten Reformkommission stattgefunden. Die Kommissionsmitglieder Irmgard Griss, Michael Kerschenbauer, Veronika Reidinger und Hedwig Wölfl berichteten über die Ergebnisse ihrer umfassenden Aufarbeitung der erschütternden Fälle von Gewalt und Missbrauch in Einrichtungen von SOS-Kinderdorf sowie über die daraus abgeleiteten Empfehlungen. Für SPÖ-Bundesrätin und Kinder- und Jugendsprecherin Daniele Gruber-Pruner macht der Bericht deutlich: „Die Aufarbeitung des erlittenen Unrechts ist ein wichtiger Schritt. Gleichzeitig zeigt der Bericht aber auch klar auf, dass es politischen Handlungsbedarf gibt, vor allem was österreichweit gültige Standards für den Kinder- und Jugendschutz betrifft. Familienministerin Bauer soll jetzt ehestmöglich einen Runden Tisch unter Einbeziehung der Bundesländer, der Kinderschutzorganisationen und der zentralen Stakeholder aus der Kinder- und Jugendhilfe einberufen“, fordert Gruber-Pruner. ****
„Der Schutz von Kindern darf nicht vom Wohnort abhängen. In ganz Österreich müssen die besten Standards für die Kinder- und Jugendhilfe gelten“, sagt die Bundesrätin. Und: „Kinderschutz darf nicht erst dann beginnen, wenn bereits eine Gefährdungsmeldung vorliegt. Es braucht starke Prävention, ausreichend qualifiziertes Personal, verbindliche Qualitätsstandards und wirksame Kontrollmechanismen. Nur so schaffen wir die bestmöglichen Rahmenbedingungen für Kinder und Jugendliche“, betont die SPÖ-Bundesrätin.
Bereits im vergangenen Jahr hat das Parlament die Familienministerin aufgefordert, einen Runden Tisch mit den Bundesländern, Kinderschutzorganisationen und den zentralen Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe einzuberufen. „Ich appelliere an Familienministerin Bauer, diesen Runden Tisch endlich einzuberufen. Die Empfehlungen der Reformkommission liegen auf dem Tisch. Jetzt braucht es gemeinsames Handeln von Bund, Ländern und allen Verantwortungsträgern, damit Kinder überall in Österreich bestmöglich geschützt werden“, so Gruber-Pruner.
„Kinderrechte sind keine Frage des Bundeslandes, sondern gelten für jedes Kind gleichermaßen. Deshalb müssen wir jetzt bestehende Lücken im Kinderschutz rasch schließen“, sagt Gruber-Pruner abschließend. (Schluss) ah/mm
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