Genetische Grundlagen der Anfälligkeit für Störungen der inneren Uhr untersucht

Studie zeigt Zusammenspiel genetischer Faktoren bei „zirkadianer Dysbalance“ auf

EIN INTERNATIONALES FORSCHUNGSTEAM UNTER LEITUNG DER MEDIZINISCHEN UNIVERSITÄT WIEN HAT DIE GENETISCHEN GRUNDLAGEN EINES NEU ENTWICKELTEN „CIRCADIAN IMBALANCE INDEX“ UNTERSUCHT. DER INDEX FASST MEHRERE MERKMALE ZUSAMMEN, DIE MIT EINER ERHÖHTEN NEIGUNG ZU ZIRKADIANER DYSBALANCE, ALSO ZU STÖRUNGEN DER INNEREN UHR, IN VERBINDUNG STEHEN. DIE AKTUELL IM FACHMAGAZIN EBIOMEDICINE PUBLIZIERTEN ERGEBNISSE ZEIGEN, DASS DIESE ANFÄLLIGKEIT NICHT DURCH EINEN EINZELNEN FAKTOR ERKLÄRT WERDEN KANN, SONDERN AUS DEM ZUSAMMENSPIEL MEHRERER EIGENSCHAFTEN MIT TEILS GENETISCHER GRUNDLAGE ENTSTEHT.

Für die Untersuchung analysierte das Forschungsteam um Eva Schernhammer und Magdalena Żebrowska vom Zentrum für Public Health der MedUni Wien genetische Daten von 312.935 Teilnehmer:innen der UK-Biobank, einer der größten biomedizinischen Forschungsdatenbanken weltweit. Der Circadian Imbalance Index wurde in einer früheren Studie des Forschungsteams entwickelt, um verschiedene Merkmale zusammenzuführen, die mit einer erhöhten Anfälligkeit für eine Störung der inneren Uhr (zirkadiane Dysbalance) in Verbindung stehen. Dazu zählen ein Abendchronotyp (also die Neigung, später im Tagesverlauf aktiv und müde zu werden), eine ungewöhnlich kurze oder lange Schlafdauer, eine stärkere Neigung zu negativer Emotionalität (Neurotizismus), ein atypischer Koffeinkonsum sowie niedrige Vitamin-D-Werte.
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