
EQS-Adhoc: Raiffeisen Bank International AG: RBI und AO Raiffeisenbank (Russland) beabsichtigen Klage gegen Rasperia in Österreich einzureichen
EQS-Ad-hoc: Raiffeisen Bank International AG / Schlagwort(e): Sonstiges
Raiffeisen Bank International AG: RBI und AO Raiffeisenbank (Russland)
beabsichtigen Klage gegen Rasperia in Österreich einzureichen
23.07.2026 / 15:58 CET/CEST
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RBI und AO Raiffeisenbank (Russland) beabsichtigen Klage gegen Rasperia in
Österreich einzureichen
Wien, 23. Juli 2026. Ein russisches Gericht hat eine
Unterlassungsverfügung (Anti-Suit Injunction) erlassen, die es der STRABAG
SE, den österreichischen Kernaktionären der STRABAG SE, der Raiffeisen
Bank International AG (RBI) und ihrer russischen Tochter AO Raiffeisenbank
untersagt, in Verbindung mit gewissen die Rasperia betreffenden
Gerichtsverfahren rechtliche Schritte bei Gerichten oder Schiedsgerichten
außerhalb Russlands gegen Rasperia Trading Limited (Rasperia) einzuleiten.
Gemäß dieser Unterlassungsverfügung dürfen die RBI und die
AO Raiffeisenbank jedoch in Österreich eine Schadenersatzklage gegen
Rasperia in Höhe von bis zu EUR 2,85 Milliarden einreichen, ohne eine
gerichtliche Strafe auszulösen.
Angesichts dieses Urteils hat sich das Risiko für die RBI bei der
Geltendmachung von Ansprüchen gegen Rasperia erheblich verringert.
Folglich beabsichtigt die RBI, in voller Übereinstimmung mit
EU-Sanktionsrecht, in Österreich Klage gegen Rasperia in Höhe von ca. EUR
3,15 Milliarden einzureichen, um Schadenersatz zu erlangen und in die
Vermögenswerte von Rasperia in Österreich zu vollstrecken, letzteres nach
Freigabe der eingefrorenen österreichischen Vermögenswerte von Rasperia.
Diese Vermögenswerte, die aufgrund von EU-Sanktionen eingefroren sind,
bestehen aus 28,5 Millionen STRABAG SE-Aktien sowie Dividenden für die
Geschäftsjahre ab 2021 und einer Barausschüttung aus der
Kapitalherabsetzung der STRABAG SE im März 2024. Die AO Raiffeisenbank
wird im österreichischen Verfahren Zweitklägerin sein.
Der Vorstand der RBI sieht ein positives Ergebnis des österreichischen
Verfahrens als sehr wahrscheinlich an. Die Erlöse aus der Vollstreckung in
die oben genannten Vermögenswerte werden voraussichtlich innerhalb von 6
bis 12 Monaten eingehen. Die Rechtsstreitigkeiten und damit einhergehende
Maßnahmen können im Jahr 2026 zu Kosten und Aufwendungen in Höhe von bis
zu rund EUR 150 Millionen für den RBI-Konzern ohne Russland führen.
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John P. Carlson, CFA
Head of Group Investor & Media Relations
Raiffeisen Bank International AG
Am Stadtpark 9, 1030 Wien, Österreich
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