
AutoScout24 Umfrage: Das Auto bleibt ein emotionaler Fixpunkt
Intensität der emotionalen Bindung seit 2020 deutlich gestiegen
Wie muss die Mobilität der Zukunft gestaltet sein, damit wir angesichts der fortschreitenden Klimakrise und wachsender Städte die richtigen Weichen stellen? Vor allem in Ballungszentren und ganz generell soll individuelle Mobilität möglichst wenig Treibhausgasemissionen verursachen. Für Autobesitzer:innen werden die Rahmenbedingungen daher schrittweise schwieriger.
Parallel dazu gewinnt das eigene Fahrzeug emotional an Bedeutung. Für 87 Prozent der befragten Autobesitzer:innen ist der Besitz eines Autos sehr oder eher wichtig: 61 Prozent bezeichnen ihn als „sehr wichtig“, 26 Prozent als „eher wichtig“. Der Anteil mit besonders starker Bindung ist damit seit 2020 um 13 Prozentpunkte gestiegen – von 48 auf 61 Prozent. Das zeigt eine von Integral im Auftrag von AutoScout24 durchgeführte Umfrage unter 500 österreichischen Autobesitzer:innen.
„Die Mobilitätswende steht vor der Herausforderung, nicht nur ökologische und infrastrukturelle Anforderungen zu erfüllen, sondern auch die emotionale Bedeutung des Autos mitzudenken. Für viele Menschen steht das eigene Fahrzeug für Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Zugleich ist es ein persönlicher Rückzugsort, der mit Erlebnissen und Erinnerungen verbunden ist. Wer nachhaltige Mobilitätsangebote erfolgreich etablieren will, muss daher auch diese Bedürfnisse berücksichtigen“, erklärt Nikolaus Menches, Country-Manager von AutoScout24 in Österreich.
AUTO WIRD IMMER MEHR ZUR HERZENSSACHE
Besonders ausgeprägt ist die emotionale Nähe bei Frauen. 67 Prozent messen ihr eine sehr hohe Bedeutung bei. Damit liegen sie deutlich vor den Männern mit 55 Prozent. Seit 2020 ist der Wert bei Frauen kontinuierlich von 51 auf 67 Prozent gestiegen.
Auch das Alter spielt eine Rolle. Je älter die Befragten sind, desto stärker ist die Liebe zum eigenen Auto. Für 64 Prozent der über 50-Jährigen ist es persönlich sehr wichtig, ein Auto zu besitzen. Bei den 30- bis 49-Jährigen stehen 60 Prozent ihrem Fahrzeug sehr positiv gegenüber. Unter den 18- bis 29-Jährigen gilt das immerhin für gut jede:n Zweite:n.
WIEN HOLT BEI DER VERBUNDENHEIT MIT DEM AUTO STARK AUF
Die mit Abstand stärkste Zunahme ist in der Bundeshauptstadt zu beobachten. In Wien stieg der Anteil der Autobesitzer:innen mit besonders starker emotionaler Bindung von 24 Prozent im Jahr 2020 über 42 Prozent im Vorjahr auf aktuell 57 Prozent.
In Ostösterreich ist der Wert gegenüber dem Vorjahr von 59 auf 63 Prozent gestiegen und erreicht damit den höchsten Stand der bisherigen Messreihe. In Westösterreich – Tirol, Vorarlberg, Salzburg und Oberösterreich – sank er hingegen gegenüber dem Vorjahr von 67 auf 60 Prozent.
ÜBER DIE TRENDUMFRAGE:
Maria Hirzinger
Extern für AutoScout24 tätig
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