
Halbjahresbilanz 2026 – ecoplus-Cluster und Plattformen treiben Innovation in Niederösterreich voran
LH Mikl-Leitner: 670 Partnerbetriebe und mehr als 1.600 erfolgreich umgesetzte Projekte seit über zwei Jahrzehnten
Als Innovationsmotoren bringen die Cluster der niederösterreichischen Wirtschaftsagentur ecoplus Unternehmen und Forschungseinrichtungen in den Zukunftsfeldern Kunststoff, Mechatronik, nachhaltiges Bauen und Sanieren sowie Lebensmittel zusammen. Ergänzt werden sie durch die Plattformen Green Transformation & Bioökonomie und Gesundheitstechnologie. Gemeinsam arbeiten Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Forschung an Lösungen für aktuelle Herausforderungen.
„Mit 670 Partnerbetrieben und mehr als 1.600 erfolgreich umgesetzten Projekten seit über zwei Jahrzehnten beweisen die ecoplus Cluster und Plattformen, wie wirkungsvoll die Unterstützung unserer Schlüsselindustrien ist“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Sie erklärt: „Die Teams analysieren aktuelle Entwicklungen in den Branchen und greifen wichtige Zukunftsthemen auf. Damit stärken wir Niederösterreich als wettbewerbsfähige und lebenswerte Wirtschaftsregion – für die beste Zukunft unserer Kinder.“
Aktuell begleiten die Cluster und Plattformen insgesamt 37 laufende kooperative Projekte. Die Projekte in den ecoplus Clustern zeigen die breite Aufstellung der niederösterreichischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Hinblick auf Zukunftsthemen. Die Projekt-Highlights des ersten Halbjahres 2026 machen die Vielfalt dieser Aktivitäten sichtbar, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Die Projektbeispiele zeigen die große thematische Spannweite: Sie reicht von klimafreundlichen Baustoffen über innovative Lebensmittelentwicklungen und sichere Kunststoffkreisläufe bis hin zu digitalen Lernwelten.“
Ein Highlight im ecoplus Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich ist das FFG-geförderte Projekt natuREnovation. Als interdisziplinäres Innovationsnetzwerk entwickelt das Projekt ökologische, langlebige und kreislauffähige Sanierungslösungen für Gründerzeitgebäude, die rund 20 Prozent des österreichischen Wohnungsbestands ausmachen. Im Fokus stehen regenerative, regionale und resiliente Sanierungsansätze, die historische Baukultur mit nachhaltigen Baustoffen verbinden.
Im ecoplus Kunststoff-Cluster setzt das Projekt ColourCycle neue Maßstäbe im Bereich Kreislaufwirtschaft. Ziel ist es, innovative Lösungen für die Rückgewinnung und Wiederverwertung von Farb- und Beschichtungsmaterialien zu entwickeln und damit Ressourcen effizienter zu nutzen sowie Abfallströme zu reduzieren. Dieses Projekt trägt zur Förderung nachhaltiger Produktions- und Recyclingprozesse bei. Ein Unternehmenspartner im Projekt ColourCycle ist die G. Coreth Kunststoffverarbeitungs GmbH. Sie entwickelt und produziert maßgeschneiderte Verpackungslösungen aus Kunststofffolien, einschließlich Druck und Recycling. „Kreislaufwirtschaft gelingt nur durch enge Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Mit ColourCycle entwickeln wir gemeinsam innovative Lösungen, um wertvolle Ressourcen im Kreislauf zu halten und die Zukunft nachhaltiger Kunststoffverpackungen aktiv mitzugestalten“, sagt Stefan Chalupnik, Geschäftsführer G. Coreth Kunststoffverarbeitungs GmbH.
Der ecoplus Lebensmittel Cluster Niederösterreich setzt mit dem Projekt PULSE einen wichtigen Impuls für nachhaltige Ernährungssysteme. Ziel des Projekts ist die Entwicklung innovativer Lebensmittel auf Basis von Hülsenfrüchten und Cerealien, die die Umsetzung der Planetary Health Diet unterstützen. Dabei werden ökologische und gesundheitliche Aspekte berücksichtigt sowie die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Forschung gestärkt.
Im ecoplus Mechatronik-Cluster entwickelt das Projekt LogiTRAAK innovative Lösungen für die digitale Logistik. Durch den gezielten Einsatz von Asset-Tracking-Technologien werden Waren- und Materialflüsse transparenter, Lieferketten optimiert und Ressourcen effizienter genutzt. Die Schmid Schrauben Hainfeld GmbH ist Projektpartner und entwickelt, produziert und vertreibt Schrauben, Befestigungstechnik sowie Sonderanfertigungen für Industrie, Handel und Holzbau. Andreas Gebert, Geschäftsführer der Schmid-Schrauben Hainfeld GmbH betont: „LogiTRAAK ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer digitalisierten und effizienten Produktionslogistik. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend und bilden eine gute Basis, das System schrittweise auf weitere Bereiche unseres Unternehmens auszuweiten“.
Die ecoplus Plattform für Green Transformation & Bioökonomie setzte im ersten Halbjahr 2026 wichtige Impulse im Bereich Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Transformation. Im Rahmen eines branchenübergreifenden Informations- und Austauschformats zu PFAS und persistenten organischen Schadstoffen wurden Unternehmen dabei unterstützt, regulatorische Entwicklungen einzuordnen, ihre Betroffenheit zu bewerten und konkrete Qualifizierungsbedarfe zu identifizieren. Auf Basis der Ergebnisse wird derzeit ein kooperatives Qualifizierungsprojekt vorbereitet. Ziel war es, frühzeitig Chancen und Herausforderungen der europäischen Kreislaufwirtschaftsagenda aufzuzeigen und Kooperationsfelder für die Entwicklung innovativer Lösungsansätze zu identifizieren. Die daraus entstandenen Vernetzungen bilden die Grundlage für neue Innovationsprojekte. Als Drehscheibe im niederösterreichischen Innovationsökosystem stärkt die Plattform den Wissens- und Technologietransfer zwischen Wirtschaft und Forschung und unterstützt Unternehmen bei Zukunftsthemen der Green Transformation.
„Mit diesen Projekten unterstreichen die ecoplus Cluster und Plattformen ihre Kompetenz, aktuelle gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen durch Forschung, Innovation und starke Partnerschaften aktiv anzugehen. Die Projekte leisten wichtige Beiträge zu Nachhaltigkeit, Digitalisierung und einer resilienten europäischen Wirtschaft“, hebt ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki hervor.
Die ecoplus Cluster und Plattformen bilden gemeinsam mit den Technopolen das NÖ Innovationsökosystem, das von ecoplus umgesetzt und von der Europäischen Union kofinanziert wird.
Weitere Informationen: ecoplus – Niederösterreichs Wirtschaftsagentur GmbH, Markus Steinmaßl, Telefon 02742/9000-19619, E-Mail m.steinmassl@ecoplus.at
Amt der NÖ Landesregierung
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Doris Zöger
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