
Wasser und Energie: Versorgung der Wienerinnen und Wiener trotz Hitzewelle derzeit vollständig abgesichert
Wien ist in der Hitzewelle bei der Versorgung mit Trinkwasser und Strom dank vielfältiger Maßnahmen gut gerüstet.
Die Wasserversorgung ist in der Stadt Wien derzeit vollständig abgesichert. Mit 70 verschiedenen Quellen in Niederösterreich und in der Steiermark sowie 30 Grundwasser-Brunnen im Wiener Becken ist die Wiener Wasserversorgung gut aufgestellt. Aufgrund der anhaltenden Hitzewelle rechnet Wiener Wasser in den kommenden Tagen weiterhin mit hohen Wasserverbräuchen. Der tägliche Wasserbedarf ist von verschiedenen Rahmenbedingungen abhängig – unter anderem davon, ob Hitzewellen so wie derzeit in der Ferienzeit auftreten, in der sich weniger Menschen in der Stadt aufhalten. Trotz Urlaubszeit lag der Wasserverbrauch am vergangenen Montag mit rund 500.000 Kubikmetern pro Tag aber um rund ein Viertel über dem Durchschnitt. Im Juni lag der Spitzenwert bei rund 600.000 Kubikmetern pro Tag.
Die Wiener Wasserbehälter sind für die Versorgung der Bevölkerung allerdings gut gefüllt. Derzeit verfügt Wien über 31 Wasserbehälter, 29 davon auf Stadtgebiet. Ein riesiger Wasserbehälter bei Neusiedl am Steinfeld nahe Wiener Neustadt wird derzeit ausgebaut; künftig soll allein dieser Speicher insgesamt eine Milliarde Liter Wasser fassen können. Die Erweiterungen, das neue Wasserwerk auf der Donauinsel sowie der Ausbau von Rohrleitungen zur besseren Verteilung des Wassers in der Stadt sind Teil der Strategie „Wiener Wasser 2050“, mit der sich Wien für den Bedarf der kommenden Jahrzehnte rüstet und die Versorgung langfristig absichert.
Durch den bewussten und sorgsamen Umgang mit Trinkwasser kann jede Einzelne und jeder Einzelne dennoch einen wichtigen Beitrag zum Schutz der wertvollen Ressource Trinkwasser leisten.
ERNEUERBARE ENERGIEN ZUR STROMVERSORGUNG
Wien Energie erzeugt in den Sommermonaten Strom vorrangig aus Erneuerbaren Energien wie Sonnen-, Wind- und Wasserkraft. Derzeit werden in der Produktion von Sonnen- und Windenergie sogar Spitzenleistungen erzielt. Die Stromversorgung in Wien ist derzeit ebenso vollständig sichergestellt.
Üblicherweise führt Wien Energie im Sommer geplante Wartungsarbeiten an den Kraftwerksblöcken durch. Sie finden gestaffelt und in enger Abstimmung mit dem Übertragungsnetzbetreiber statt, damit Wien Energie jederzeit genügend Kraftwerkskapazität für die Netzstabilisierung bereitstellen kann. Obwohl besonders hohe Wassertemperaturen zu einer niedrigeren Erzeugungskapazität in den thermischen Kraftwerken führen können, ist Wien Energie in der Lage, mit ihrem breit aufgestellten Erzeugungsportfolio ausreichend Strom zu erzeugen.
In den Sommermonaten häufen sich lokale Stromausfälle. Die meisten gehen auf die höhere Anzahl von Baustellen zurück, aber auch Hitze und Dürre sind können die Ursache sein. Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad Celsius trocknet der Boden, in dem die Stromleitungen liegen, aus und reduziert somit die Wärmeleitfähigkeit. Überall, wo bereits Vorschäden etwa durch Bauarbeiten vorhanden sind, wird das Stromnetz belastet. Die Anzahl der Ausfälle hat sich im langjährigen Durchschnitt aber trotz Zunahme von Hitzewellen nicht wesentlich geändert: Wien besitzt eines der sichersten Netze in Europa.
GESUNDHEITSTELEFON 1450 WIEN UND HITZERATGEBER: HITZETIPPS IMMER DABEI
Sollten trotz aller Vorsichtmaßnahmen aufgrund der Hitze akute Beschwerden bzw. körperliches Unwohlsein auftreten, ermöglicht ein Anruf bei der Gesundheitsberatung 1450 Wien eine rasche, erste Einschätzung der Symptome durch Fachexpert*innen. Gerade während Hitzewellen häufen sich Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme oder Übelkeit. Aber auch Sonnenbrände, Ausschläge und Insektenstiche rücken über den Sommer stärker in den Vordergrund. Je nach Dringlichkeit und Symptomatik empfehlen die diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegekräfte bei 1450 den individuell optimalen Versorgungsort – das kann von einer Akutversorgung über die Abklärung im niedergelassenen Bereich bis zu Selbstbehandlungstipps reichen. Tipps zum Umgang mit der Hitze gibt es bei Bedarf nach dem Anruf auch per SMS-Service direkt auf das Mobiltelefon bzw. auf der Website 1450.wien
Der Wiener Hitzeratgeber gibt ebenfalls wertvolle Hitzetipps und ist eine wertvolle Informationsquelle über Auswirkungen von Hitze auf den menschlichen Körper, hitzebedingt Erkrankungen und Notfälle: https://www.wien.gv.at/spezial/hitzeratgeber
HITZEWARNDIENST ZUM SCHUTZ DER BEVÖLKERUNG
Neben dem Warndienst der Wiener Landessanitätsdirektion bietet die Stadt Wien-App Echtzeit-Mitteilungen zu Hitze- und anderen Wetterwarnungen. https://www.wien.gv.at/live/app
(Schluss) red
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