
ÖVP – Zierfuß/Keri: Neos-Emmerling sucht Ausreden statt Lösungen
August-Schulbeginn wäre noch unerträglicher – Expertenkritik an Auszeit-WG muss ernst genommen werden
Scharfe Kritik üben Harald Zierfuß, Klubobmann und Bildungssprecher sowie Sabine Keri, Gemeinderätin und Familiensprecherin der Wiener Volkspartei, an den jüngsten Aussagen von Neos-Stadträtin Emmerling in einem Interview mit der Tageszeitung Die Presse. Für die Wiener Volkspartei zeigt das Interview einmal mehr, dass die Neos in der SPÖ-Neos-Stadtregierung weder Antworten auf die großen Herausforderungen im Bildungs- und Familienbereich haben noch ihren Ankündigungen entsprechende Taten folgen lassen.
SCHULBEGINN IM AUGUST IST BILDUNGSPOLITISCHER UNSINN
Für Bildungssprecher Harald Zierfuß ist der Vorschlag, die Sommerferien vorzuziehen und bereits im August wieder mit dem Unterricht zu beginnen, „vollkommen am Problem vorbei“. „Ein Schulbeginn im August mit 41 Grad ist wohl kaum besser als Schule im Juni. Die vergangenen Tage haben deutlich gezeigt, dass der August von noch stärkeren Hitzewellen geprägt sein kann. Die Feriendebatte kann maximal eine Blendgranate sein, um von der Untätigkeit bei der Kühlung in den Gebäuden abzulenken. Damit Schüler passende Rahmenbedingungen zum Lernen bekommen, brauchen wir konkrete Maßnahmen zur Kühlung der Schulen und Kindergärten“, so Zierfuß.
Neben den passenden Bedingungen in den Gebäuden braucht es auch deutliche Anstrengungen im Bereich der Deutschförderung. Dazu Zierfuß: „Der Grundstein für jede erfolgreiche Bildungslaufbahn wird nicht im August gelegt, sondern im Kindergarten. Dort entscheidet sich, ob Kinder mit ausreichenden Deutschkenntnissen und den notwendigen Grundlagen in die Volksschule starten können. Fehlt es an qualifiziertem Personal und ausreichender Sprachförderung, setzt sich dieses Problem oftmals über die gesamte Bildungslaufbahn fort. Die SPÖ-Neos-Stadtregierung muss deshalb endlich die strukturellen Probleme im Kindergartenbereich lösen – mit mehr qualifiziertem Personal, besseren Rahmenbedingungen und einer konsequenten Deutschförderung.“
AUSZEIT-WG: EMMERLINGS EIGENE ZAHLEN WERFEN FRAGEN AUF
Familiensprecherin Sabine Keri sieht außerdem die Aussagen der Neos-Stadträtin zur Auszeit-WG kritisch: „Stadträtin Emmerling spricht selbst von rund 90 strafunmündigen Intensivtätern in Wien. Gleichzeitig hält sie Kapazitäten für lediglich 16 Kinder pro Jahr für ausreichend. Diese Zahlen sprechen für sich und werfen berechtigte Fragen auf.“
„Bereits gestern haben wir darauf hingewiesen, dass ein führender Kinder- und Jugendpsychiater sowie der Österreichische Berufsverband der Sozialen Arbeit dem Konzept gravierende fachliche Mängel attestieren. Gerade bei einem derart sensiblen Thema braucht es wissenschaftlich fundierte Konzepte, höchste fachliche Qualität und vollständige Transparenz. Die SPÖ-Neos-Stadtregierung muss diese Kritik endlich ernst nehmen, das Konzept offenlegen und unabhängig evaluieren lassen“, so Keri weiter.
Abschließend halten Zierfuß und Keri fest: „Die Wienerinnen und Wiener haben Anspruch auf eine Stadtregierung, die Probleme löst, statt ständig neue Ankündigungen zu machen. Wien braucht funktionierende Schulen und Kindergärten sowie wirksame Maßnahmen gegen Jugendkriminalität – statt unausgereifter Schnellschüsse und bloßer Symbolpolitik.“
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