
Stögmüller: Tödlicher Hass gegen Homosexuelle – Aktionsplan gegen Hassverbrechen muss endlich kommen
„Ein Mensch soll gezielt in eine Falle gelockt und zu Tode geprügelt worden sein, weil er homosexuell war. Das ist unfassbar und zutiefst erschütternd. Meine Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freund:innen. Wenn der Tatverdächtige gegenüber der Polizei als Motiv tatsächlich angibt: ‚Ich hasse Homosexuelle‘, dann zeigt das in aller Brutalität, wohin Menschenhass führen kann. Niemand darf in Österreich Angst um sein Leben haben müssen, weil er schwul, lesbisch, bisexuell, trans oder queer ist“, sagt David Stögmüller, LGBTIQ+-Sprecher der Grünen.
„Besonders abstoßend ist, wie in rechtsextremen Kreisen seit Jahren gegen queere Menschen gehetzt und versucht wird, diesen Hass mit angeblichem ‚Kinderschutz‘ zu legitimieren. Ob es in diesem konkreten Fall Verbindungen zur sogenannten ‚Pedo-Hunter‘-Szene gibt, müssen die Ermittlungen klären. Klar ist aber: Wenn Menschen im Netz entmenschlicht und zu Feindbildern gemacht werden, dürfen wir nicht warten, bis aus Hass reale Gewalt wird. Gegen rechtsextreme und andere menschenverachtende Ideologien müssen wir mit allen Mitteln des demokratischen Rechtsstaates vorgehen.“
Stögmüller fordert deshalb erneut die rasche Umsetzung des im Regierungsprogramm angekündigten Nationalen Aktionsplans gegen Hassverbrechen: „Wir brauchen endlich konkrete Maßnahmen gegen Hass und Radikalisierung im Netz, bessere Prävention und konsequente Strafverfolgung sowie einen starken Opferschutz. Die LGBTIQ+-Community hat ein Recht darauf, zu erfahren, was die Bundesregierung konkret zu ihrem Schutz unternimmt. Nach solchen Taten reicht Betroffenheit allein nicht aus.“
Grüner Klub im Parlament
Telefon: 01-401106697
E-Mail: presse@gruene.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender