Tag des militärischen Widerstands: Bundesministerium für Landesverteidigung erinnert an Mut und Gewissen

Am 7. August 2026 erinnerte das Bundesministerium für Landesverteidigung in der Roßauer Kaserne mit dem Tag des militärischen Widerstands an Soldaten, die sich dem NS-Regime widersetzten und damit ein Zeichen für Mut, Verantwortung und Demokratie setzten. „Ich muß mich von dir verabschieden – wir sehen uns auf dieser Erde nicht mehr… Du kannst mir glauben, daß ich dachte, nur Gutes zu tun.“ Mit diesen letzten Zeilen an seine Frau Hermine nahm Robert Bernardis am 8. August 1944 Abschied, wenige Stunden vor seiner Hinrichtung im Gefängnis Berlin-Plötzensee. Haltung, Handeln und Wirken von Widerstandskämpfern wie Robert Bernardis, Anton Schmid und Carl Szokoll sollen Soldaten bis heute Vorbild sein. Das Bundesheer will mit dem Blick auf die Vergangenheit ihr Andenken bewahren und ihren Einsatz für die Demokratie sichtbar machen.

Zum Gedenktag setzte das Bundesministerium für Landesverteidigung einen Bildungsschwerpunkt. Grundwehrdiener beschäftigten sich am Vormittag im Heeresgeschichtlichen Museum mit der Ausstellung „Gewalt – Gesellschaft“. Im Anschluss fand der Gedenkakt mit einer Kranzniederlegung in der Roßauer Kaserne mit Reden der Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, dem Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums Georg Hoffmann und Ingeborg Heidlberger, der Enkelin von Robert Bernardis, einem der Namensgeber der Roßauer Kaserne statt.

Der zweite Gedenkakt wurde am Äußeren Burgtor mit Lesungen von Abschiedsbriefen von Widerstandskämpfern durch Grundwehrdiener gemeinsam mit Ingeborg Heidlberger, Gedenkansprachen sowie würdigenden Worten der Verteidigungsministerin Klaudia Tanner begangen. Anschließend fand ein Expertengespräch des Heeresgeschichtlichen Museums zum Thema „Was ist militärischer Widerstand?“ im Weltmuseum Wien statt.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner: „Der Tag des militärischen Widerstands erinnert uns daran, dass es in entscheidenden Momenten Mut braucht, um für das Richtige einzustehen. Die Soldaten, die sich dem NS-Regime widersetzten, handelten aus tiefster Überzeugung und im Bewusstsein ihrer Verantwortung gegenüber unserem Land und seinen Werten. Ihr Vermächtnis ist Mahnung und Auftrag zugleich.“
Georg Hoffmann, Direktor des Heeresgeschichtlichen Museums:

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