Gen Z und Chemie: Foresight-Studie zeigt neue Chancen für die Berufswahl

Welche Faktoren die Berufswahl junger Talente beeinflussen und was Chemieberufe ihnen bieten können.

Sichere Jobs, gute Bezahlung und interessante Aufgaben sind für Jugendliche die wichtigsten Kriterien bei der Berufswahl. Eine aktuelle Foresight-Studie im Auftrag des Fachverbands der Chemischen Industrie Österreich (FCIO) zeigt gleichzeitig: Die Chemiebranche wird von jungen Menschen überwiegend positiv wahrgenommen. Der größte Hebel, um mehr junge Leute für Chemieberufe zu begeistern sind konkrete Einblicke in die Berufswelt.

59 Prozent der Jugendlichen informieren sich über Internet und Social Media über Berufe, 51 Prozent über Familie und Freunde und 42 Prozent durch Schnuppern in Betrieben. Gleichzeitig geben nur 34 Prozent an, durch den Chemieunterricht eine konkrete Vorstellung von Chemieberufen erhalten zu haben.

„Die Studie zeigt, dass das Interesse an Chemie grundsätzlich vorhanden ist. Entscheidend für die Berufswahl sind aber konkrete Erfahrungen. Wer Betriebe kennenlernt und Einblicke in den Arbeitsalltag erhält, kann sich deutlich eher einen Beruf in der chemischen Industrie vorstellen“, sagt Mag. Christoph Hofinger, Sozialforscher bei FORESIGHT Research Hofinger GmbH.

Auch das Branchenbild fällt positiv aus: 68 Prozent verbinden Chemieberufe mit kreativem Problemlösen und Erfinden, 59 Prozent sehen darin die Möglichkeit, die Welt zu verbessern und 55 Prozent verbinden die Branche mit Klima- und Umweltschutz.

„Die chemische Industrie entwickelt Lösungen für Gesundheit, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft. Genau diese Vielfalt müssen wir jungen Menschen stärker vermitteln. Wer unsere Betriebe besucht, erkennt schnell, wie modern, innovativ und sinnstiftend die Arbeit in unserer Branche ist“, betont Ulrich Wieltsch, Obmann des FCIO.

Die chemische Industrie bietet nicht nur Zukunftsthemen, sondern auch attraktive Karrierechancen. Bereits im ersten Lehrjahr liegt die Lehrlingsentschädigung bei rund 1.250 Euro, im vierten Lehrjahr bei über 2.180 Euro. Viele Unternehmen bilden gezielt für den eigenen Bedarf aus und übernehmen ihre Lehrlinge nach dem Abschluss.

„Wir müssen Jugendlichen zeigen, welche Möglichkeiten ihnen die chemische Industrie eröffnet – von der Lehre bis zur Führungsposition. Wer sich für Chemie entscheidet, entscheidet sich für einen sicheren Arbeitsplatz, hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten und einen Beruf mit gesellschaftlichem Nutzen“, so Wieltsch.

Darüber hinaus wird die Branche zunehmend weiblicher: Im Fachverband Chemische Industrie beträgt der Frauenanteil mittlerweile 32,8 Prozent. Rund 30 Prozent der Lehrlinge sind Frauen, in der Labortechnik sogar rund zwei Drittel. Die Studie zeigt damit: Die chemische Industrie bietet attraktive Karrierechancen für junge Frauen und Männer gleichermaßen.

Pressematerial zur Foresight-Studie zum Herunterladen: https://www.fcio4u.at/media/pgopa0pb/handout-foresight-studie.pdf

ÜBER DEN FCIO

Der Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO) ist die gesetzliche Interessenvertretung der chemischen Industrie in Österreich. Die etwa 230 Mitgliedsunternehmen produzieren in unterschiedlichen Sektoren z.B. Pharmazeutika, Kunststoffe und Kunststoffwaren, Fasern, Lacke, Düngemittel oder auch organische und anorganische Chemikalien. Die mehr als 50.000 Beschäftigten der Branche stellten 2024 Waren im Wert von 19,3 Milliarden Euro her. www.fcio.at

FCIO – Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs
Johanna Reber, MA
Telefon: 05909003372
E-Mail: reber@fcio.at

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