
APG startet Modernisierung der über 75 Jahre alten Ennstalleitung
SEIT MEHR ALS 75 JAHREN VERSORGT DIE ENNSTALLEITUNG MENSCHEN, BETRIEBE UND DIE BEDEUTENDE WIRTSCHAFTS- UND TOURISMUSREGION ENNSTAL ZUVERLÄSSIG MIT STROM. NUN BEGINNT FÜR DIESE ZENTRALE LEBENSADER DER REGION EIN NEUES KAPITEL: ENDE JULI HAT AUSTRIAN POWER GRID (APG) MIT DER GENERALERNEUERUNG DER 220-KV-LEITUNG ZWISCHEN WAGRAIN (SALZBURG) UND WEISSENBACH BEI LIEZEN (STEIERMARK) BEGONNEN. MIT EINER INVESTITION VON RUND 240 MILLIONEN EURO MACHT APG DIE BESTEHENDE INFRASTRUKTUR FIT FÜR DIE ANFORDERUNGEN DER ENERGIEWENDE UND SCHAFFT DIE VORAUSSETZUNGEN FÜR EINE LANGFRISTIG SICHERE STROMVERSORGUNG. DIE HAUPTARBEITEN LAUFEN BIS FRÜHJAHR 2028. DIE GESAMTFERTIGSTELLUNG INKL. WEGERÜCKBAU UND REKULTIVIERUNG IST IM HERBST 2028 GEPLANT.
Die rund 73 Kilometer lange Leitung ist seit 1949 in Betrieb und erfüllt eine zentrale Funktion für die sichere Stromversorgung des Ennstals und darüber hinaus. Mit der Generalerneuerung werden die insgesamt 234 Maste und sämtliche technischen Komponenten auf den neuesten Stand gebracht. Das Projekt erstreckt sich über rund 56 Kilometer in der Steiermark und rund 17 Kilometer in Salzburg.
„Mit der Investition von rund 240 Millionen Euro modernisieren wir eine zentrale Lebensader der Region, verdoppeln die Übertragungsleistung auf rund 1.200 MVA und schaffen die Voraussetzungen für eine sichere Stromversorgung, die Integration weiterer erneuerbarer Energien und die nachhaltige Entwicklung der Region. Eine kapazitätsstarke überregionale Strominfrastruktur ist die Grundvoraussetzung für preisgünstigen Strom und somit für einen attraktiven Wirtschaftsstandort“, betont Gerhard Christiner, Vorstandssprecher der APG.
MEHR LEISTUNG AUF BESTEHENDER TRASSE
Ein wichtiger Aspekt des Projekts: Die Leitung wird auf der bestehenden Trasse erneuert. Die Spannungsebene von 220 Kilovolt bleibt unverändert. Im Zuge der Generalerneuerung werden Maste, Fundamente, Leiterseile, Erdungen und Armaturen modernisiert beziehungsweise erneuert. Das bisherige Einfach-Seil wird durch ein Zweierbündel ersetzt, wodurch die Übertragungsleistung deutlich erhöht wird. Gleichzeitig werden auch die sogenannten Korona-Geräusche, das typische Knistern von Stromleitungen, reduziert.
„Die Trasse bleibt bei der Generalerneuerung ident. Die neuen Maste werden standortgleich und mit unveränderter Mastaufstandsfläche errichtet. Je nach Standort werden sie um bis zu zehn Meter erhöht. Damit stellen wir sicher, dass die hohen Standards hinsichtlich elektrischer und magnetischer Felder bei Wohnobjekten erhalten bleiben und gesamthaft sogar optimiert werden. Darüber hinaus verbessert sich an vielen Stellen die lichte Durchfahrtshöhe für landwirtschaftliche Fahrzeuge“, erklärt APG-Projektleiter Patrick Rupp.
HAUPTBAUARBEITEN LAUFEN BIS FRÜHJAHR 2028
Bereits seit März 2026 wurden erste vorbereitende Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählten Wegebauarbeiten, die Ertüchtigung von Brücken sowie die Errichtung von Schutzgerüsten und Montageflächen. Mit der Leitungsabschaltung am 20. Juli haben nun die Hauptarbeiten begonnen. Die Trasse wurde dafür in fünf Baulose unterteilt, in denen während der gesamten Bauzeit parallel gearbeitet wird. Die Hauptbauarbeiten laufen bis Frühjahr 2028. Die Gesamtfertigstellung inklusive Wegerückbau und Rekultivierung ist im Herbst 2028 geplant.
„Seit Beginn der Abschaltung laufen die Demontagearbeiten der Bestandsleitung. Dabei werden zunächst Leiterseile, Maste und Fundamente entfernt. Anschließend erfolgt die standortgleiche Errichtung der modernisierten Leitung“, beschreibt Rupp den Bauablauf.
WICHTIGE OST-WEST-VERBINDUNG FÜR ÖSTERREICH
Die Ennstalleitung ist weit mehr als eine regionale Stromversorgung. Als wichtiger Bestandteil des APG-Netzes verbindet sie erzeugungsstarke Regionen im Osten Österreichs mit den Pumpspeicherkraftwerken im Westen.
„Die Ennstalleitung ist ein zentraler Teil der Ost-West-Verbindung im APG-Netz. Sie ermöglicht es, Strom aus erneuerbaren Energien österreichweit dorthin zu transportieren, wo er gerade benötigt wird. Damit trägt sie wesentlich zur Versorgungssicherheit und zur erfolgreichen Umsetzung der leistbaren Energiewende bei“, so Christiner.
STARKE IMPULSE FÜR WIRTSCHAFT UND BESCHÄFTIGUNG
Neben der energiewirtschaftlichen Bedeutung bringt das Projekt auch erhebliche wirtschaftliche Effekte mit sich. Laut einer Economica-Studie löst die Investition von rund 240 Millionen Euro eine Bruttowertschöpfung von rund 112 Millionen Euro in Österreich aus. Mehr als zehn Millionen Euro davon entfallen auf die Steiermark.
„Während der Projektumsetzung werden rund 1.300 Arbeitsplätze geschaffen. Das zeigt, dass Investitionen in die Strominfrastruktur nicht nur die Versorgungssicherheit stärken, sondern auch wichtige wirtschaftliche Impulse für die Regionen und den gesamten Wirtschaftsstandort Österreich setzen“, sagt Christiner.
_ÜBER AUSTRIAN POWER GRID (APG)_
_Als unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber verantwortet Austrian Power Grid (APG) die SICHERE STROMVERSORGUNG Österreichs. Mit unserer leistungsstarken und digitalen Strominfrastruktur, sowie der Anwendung von STATE-OF-THE-ART-TECHNOLOGIEN integrieren wir die erneuerbaren Energien und reduzieren somit die Importabhängigkeit, sind Plattform für den Strommarkt, schaffen Zugang zu preisgünstigem Strom und bilden so die Basis für einen versorgungssicheren sowie zukunftsfähigen Wirtschafts- und Lebensstandort. Das APG-Netz erstreckt sich auf einer Trassenlänge von etwa 3.500 km, welches das Unternehmen mit einem Team von rund 1.000 Spezialist:innen betreibt, instand hält und laufend den steigenden Anforderungen der ELEKTRIFIZIERUNG von Gesellschaft, Wirtschaft und Industrie anpasst. Über die Steuerzentrale in Wien wird ein Großteil der insgesamt 67 Umspannwerke, die in ganz Österreich verteilt sind, remote betrieben. Auch 2025 lag die Versorgungssicherheit, dank der engagierten Mitarbeiter:innen, bei 99,99 Prozent und somit im weltweiten Spitzenfeld. Unsere Investitionen in Höhe von 680 Millionen Euro 2026 (2025: 595 Mio., 2024: 440 Mio., 2023: 490 Mio. Euro) sind WIRTSCHAFTSMOTOR und wesentlicher Baustein für die Erreichung der Energieziele Österreichs. Insgesamt wird APG bis 2035 rund 9 Milliarden Euro in den Netzaus- und Umbau investieren._
Austrian Power Grid AG
Stefan Waleharch, MA
Regionale Kommunikation
Telefon: +43 664 883 430 44
E-Mail: stefan.walehrach@apg.at
Website: https://www.apg.at
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