FPÖ – Frühmesser-Götschober: Klare Haltung beim Kopftuchverbot – Boykott-Aufrufen entschieden entgegentreten

Mädchen vor religiösem und patriarchalem Druck schützen

Mit Beginn des neuen Schuljahres tritt das Kopftuchverbot für Schülerinnen bis zum 14. Geburtstag in Kraft. Die Wiener FPÖ-Frauensprecherin, LAbg. Lisa Frühmesser-Götschober begrüßt diesen Schritt ausdrücklich. „Das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren ist richtig und wichtig. Kinder müssen die Möglichkeit haben, sich frei zu entwickeln – ohne religiösen Zwang, ohne familiären Druck und ohne patriarchale Rollenvorgaben“, erklärt Frühmesser-Götschober.

Aus frauenpolitischer Sicht sei das Verbot vor allem als Schutzmaßnahme zu verstehen. Gerade in Schulen dürfe keine Situation entstehen, in der bereits Kinder aufgrund ihres Geschlechts bestimmten Kleidungs- und Verhaltensregeln unterworfen werden oder sich dem Druck ihres familiären oder sozialen Umfelds beugen müssen.

„Es ist Aufgabe der Politik, die freie Entwicklung von Mädchen zu schützen. Wenn bereits kleinen Mädchen vermittelt wird, sie müssten ihren Körper oder ihre Haare aus religiösen Gründen bedecken, hat das für mich nichts mit Selbstbestimmung zu tun. Wir dürfen nicht akzeptieren, dass patriarchale Vorstellungen darüber bestimmen, wie Mädchen aufzuwachsen haben. Der Schutz unserer Mädchen steht über falsch verstandener Toleranz“, betont Frühmesser-Götschober.

Umso schärfer kritisiert die Wiener Frauensprecherin aktuelle Boykott-Aufrufe gegen das Kopftuchverbot. Medienberichten zufolge werden im Internet Eltern dazu aufgerufen, sich gegen die neue Regelung zu stellen oder diese gezielt zu umgehen.

Gerade in Wien müsse die Umsetzung daher konsequent erfolgen. Schulen und Pädagogen dürften bei Konflikten nicht alleine gelassen werden. Gleichzeitig brauche es eine klare Haltung gegenüber Versuchen, das Verbot systematisch zu umgehen.

„Ein Gesetz darf nicht dadurch ausgehöhlt werden, dass offen zu seiner Umgehung aufgerufen wird. Solche bewussten Missachtungen unserer Rechtsordnung dürfen nicht hingenommen werden und verlangen ein entschiedenes Vorgehen“, so die Freiheitliche abschließend.

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