younion: Bernhard Stoik übernimmt Vorsitz in Wien

Neue Führung mit klarem Fokus auf guten Arbeitsbedingungen und Mitbestimmung

Mit 1. September übernimmt Bernhard Stoik den Vorsitz der younion _ Die Daseinsgewerkschaft in Wien. Der neue geschäftsführende Landesvorsitzende sieht seine Aufgabe vor allem darin, die Interessen der Beschäftigten in der Daseinsvorsorge, in Kunst, Kultur und Sport sowie zahlreichen anderen Bereichen mit Nachdruck zu vertreten.

„Die Leistungen der Beschäftigten halten Wien Tag für Tag am Laufen. Sie verdienen gute Arbeitsbedingungen, faire Bezahlung, Mitbestimmung und eine starke gewerkschaftliche Vertretung. Dafür werde ich mich mit weiterhin mit voller Kraft einsetzen“, betont Stoik anlässlich seines Amtsantritts.

AUSREICHEND BESCHÄFTIGTE

Als zentrale Herausforderung nennt der neue Landesvorsitzende die steigenden Anforderungen an die öffentlichen Dienstleistungen bei gleichzeitig wachsendem Personalbedarf: „Die Wienerinnen und Wiener erwarten zu Recht hochwertige Leistungen ihrer Stadt. Dafür braucht es aber ausreichend Beschäftigte und die nötige Wertschätzung für jene Menschen, die tagtäglich Verantwortung übernehmen.“

Auch im Kunst-, Kultur, und Sportbereich sieht Stoik große Herausforderungen: „Durch die knapperen Budgets und die Streichung von Zuverdienstmöglichkeiten haben viele Kunst- und Kulturschaffende Existenzängste. Wir müssen Lösungen finden, damit wir weiter kultureller Motor in Europa bleiben.“ Die vergangenen Wochen haben einmal mehr gezeigt, dass es auch im Sport noch viel zu tun gibt. Der Konflikt der Eishockeyspielerinnen ist dabei nur ein Beispiel. „In diesem Zusammenhang geht es nicht um überzogene Forderungen, sondern um Gerechtigkeit.“

DASEINSVORSORGE VERSTEHEN

Auch durch die KI sieht Stoik große Veränderungen kommen: „Technologischer Fortschritt darf aber nicht auf Kosten der Beschäftigten gehen. Die Menschen müssen von Entwicklungen profitieren und aktiv in Veränderungsprozesse eingebunden werden. Wer glaubt, dass durch die KI tausende Beschäftigte eingespart werden können, hat die Daseinsvorsorge nicht verstanden“, so Stoik.

Besonders wichtig sind Stoik auch die gelebte Sozialpartnerschaft, die konsequente Vertretung von Frauenrechten sowie Maßnahmen gegen Gewalt, Benachteiligung und Einkommensungleichheit. „Gleichstellung ist keine Nebensache, sondern eine grundlegende Frage der Gerechtigkeit. Eine moderne Gewerkschaft muss hier klar Haltung zeigen und konkrete Verbesserungen durchsetzen.“

VERSTÄRKTE SCHUTZMASSNAHMEN

Angesichts zunehmender Hitzebelastung und anderer Folgen von Klimaveränderungen fordert Stoik zudem verstärkte Schutzmaßnahmen für Beschäftigte „Arbeitnehmer:innenschutz und Klimaschutz gehören zusammen.“

Abschließend unterstreicht Stoik die Bedeutung gewerkschaftlicher Solidarität: „Die Stärke der younion war immer die Stärke und Vielzahl ihrer Mitglieder. Wenn wir zusammenhalten, können wir die Arbeitswelt aktiv gestalten und bessere Bedingungen für alle Beschäftigten erreichen.“

younion _ Die Daseinsgewerkschaft
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