
FPÖ – Krauss: Al-Rawi missbraucht Religionsfreiheit als Einfallstor für den politischen Islam
Keine religiösen Dresscodes für Kinder
„Nur Radikale schieben Religionsfreiheit für Unterdrückung vor“, reagiert Wiens FPÖ-Klubobmann Maximilian Krauss mit scharfer Kritik auf Aussagen des Wiener SPÖ-Politikers Omar Al-Rawi in den Sozialen Medien zum Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren. Al-Rawi bezeichnet das in Österreich geltende Gesetz als Diskriminierung einer religiösen Minderheit und als verfassungswidrig.
„Omar Al-Rawi soll doch erklären, wessen Freiheit er als SPÖler hier eigentlich verteidigen will. Ist es die Freiheit einer jungen Frau oder die Freiheit steinzeitlicher Vorstellungen, bereits kleine Mädchen zu verhüllen?“, so Krauss wobei angesichts der bemerkenswerten Bezeichnung des IGGÖ-Präsidenten als „seinen Präsidenten“ offenbar daran erinnert werden muss, dass in Österreich die Säkularisierung bereits erfolgreich abgeschlossen ist „und das auch so bleiben soll!“
Besonders entlarvend sei, dass Al-Rawi selbst mit der Geschlechtsreife und einer islamischen Rechtsschule argumentiere. „Damit führt Al-Rawi seine eigene Argumentation ad absurdum. Einerseits soll es angeblich um individuelle Religionsfreiheit gehen, andererseits werden religiöse Regeln dafür ins Treffen geführt, wann Mädchen ein Kopftuch zu tragen hätten. Genau an diesem Punkt geht es nicht mehr um den persönlichen Glauben, sondern um den politischen Anspruch, religiöse Normen in unserer Gesellschaft durchzusetzen“, betont Krauss die Notlage der SPÖ, die sich hier dezidiert für Normierungen durch einen politischen Islam ausspricht: „Dass ein Roter ausgerechnet religiöse Vorschriften über Mädchen heranzieht, um gegen ein demokratisch beschlossenes Gesetz zu argumentieren, zeigt die argumentative Notlage der Wiener SPÖ.“
Al-Rawis Reaktion legt aber auch ein grundlegendes Problem der Wiener SPÖ frei: „Sobald es um problematische religiöse Traditionen geht, wird toleriert und weggeschaut. Wer die Begrenzung religiöser Vorschriften reflexartig als Diskriminierung bezeichnet, macht Mädchen und junge Frauen nicht freier. Er stärkt vielmehr jene Kräfte, die religiöse Normen über die individuelle Freiheit stellen. Unsere Religionsfreiheit darf von der SPÖ nicht als Einfallstor des politischen Islam missbraucht werden“, schließt Krauss.
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