
HL: 80 Jahre Bau-Sozialpartnerschaft: GBH zieht Bilanz und blickt nach vorne
Von Hitzefrei bis BauID-Card – acht Jahrzehnte Sozialpartnerschaft haben die Arbeitsbedingungen am Bau spürbar verändert
Mit einem Sommer-Event hat die Gewerkschaft BAU-HOLZ (GBH) am 7. September 2026 in Wien 80 Jahre Sozialpartnerschaft gefeiert. Aktive und ehemalige Sozialpartner:innen, Gewerkschafter:innen sowie Gäste aus Politik, Wirtschaft und öffentlichen Einrichtungen kamen zusammen, um auf acht Jahrzehnte gemeinsamer Interessenvertretung zurückzublicken. ++++
VON 1946 BIS HEUTE
1946 entstand mit dem Bauarbeiter-Urlaubsgesetz die erste Form der heutigen BUAK. 1947 folgte das Kollektivvertragsgesetz, bereits 1948 gab es 18 bundesweite Kollektivverträge in den Bau-Holz Branchen – der erste davon in der holzverarbeitenden Industrie und im holzverarbeitenden Gewerbe.
Seither wurden zahlreiche Verbesserungen für die rund 240.000 Beschäftigten in den Branchen erkämpft: das Taggeld ab 2004, die Hitzefreiregelung seit 2013, das Überbrückungsgeld für Bauarbeiter sowie Verbesserungen bei Schwerarbeit und öffentlicher Auftragsvergabe. Aktuellstes Beispiel ist die BauID-Card, deren Ausbau im Juli 2026 einstimmig im Parlament beschlossen wurde und für mehr Fairness und Kontrolle auf Baustellen sorgen wird.
„Sozialpartnerschaft heißt nicht, dass alle immer einer Meinung sind. Sie heißt, hart in der Sache zu verhandeln und trotzdem gemeinsam Lösungen für die Menschen zu finden. So entsteht gegenseitiges Vertrauen – eine Grundlage für Gespräche auf Augenhöhe“, so GBH-Bundesvorsitzender Josef Muchitsch.
PERSÖNLICHKEITEN AUSGEZEICHNET
Im Rahmen der Feier wurden mit dem GBH.Award verdiente ehemalige Persönlichkeiten der Sozialpartnerschaft ausgezeichnet, die über viele Jahre Verhandlungen mitgeprägt haben – darunter der langjährige WKÖ-Präsident Christoph Leitl, Bau-Innungsmeister Hans-Werner Frömmel, STRABAG-Gründer Hans Peter Haselsteiner sowie mit Johann Driemer, Wiener Landtagsabgeordneter und GBH-Bundesvorsitzender von 1994 bis 2006, auch ein ehemaliger Spitzenfunktionär der GBH selbst.
WEITERARBEIT AN OFFENEN THEMEN
Auch bei aktuellen Themen wie ROT-WEISS-ROT BAUEN, dem Schutz vor Hitze am Arbeitsplatz oder der thermischen Sanierung arbeitet die GBH weiter an besseren Arbeitsbedingungen und der Sicherung von Arbeitsplätzen in der Branche.
ÜBER DIE GEWERKSCHAFT BAU-HOLZ (GBH)
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