SPÖ-Grossmann: Kinder brauchen Schutz, auch vor Social Media

SPÖ-EU-Abgeordnete fordert klaren Vorstoß der EU-Kommission für ein einheitliches europäisches Mindestalter für Social Media

Die Europäische Kommission stellt heute neue Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet vor. Im Mittelpunkt steht dabei voraussichtlich ein europäisches einheitliches Mindestalter für den Zugang zu sozialen Medien. SPÖ-EU-Abgeordnete Elisabeth Grossmann begrüßt den Schritt: „Kinder und Jugendliche verbringen heute schon in sehr jungen Jahren täglich Stunden auf Social Media und das oft völlig ungeschützt. Dort treffen sie auf gefährliche Inhalte wie Cybergrooming, Mobbing, riskante Trends, extremistische Propaganda oder unrealistische Schönheitsideale. Was für unsere Kinder zu einer enormen psychischen Belastung werden kann, ist für die großen Social-Media-Plattformen Teil eines milliardenschweren Geschäftsmodells. Je länger Kinder scrollen, desto mehr verdienen die Plattformen. Welche Folgen das für junge Menschen hat, war viel zu lange zweitrangig. Wir können nicht darauf warten, dass Plattformen freiwillig ein Geschäftsmodell beschneiden, mit dem sie Milliarden verdienen. Wenn wir unsere Kinder schützen wollen, müssen wir selbst die Regeln setzen. Genau deshalb braucht es endlich eine einheitliche europäische Altersgrenze für Social Media.“ ****

Grossmann weiter: „Mehrere Mitgliedstaaten, darunter auch Österreich, haben bereits eigene Initiativen gestartet und damit geholfen, den Druck auf die Europäische Kommission zu erhöhen, endlich auch auf europäischer Ebene zu handeln. Doch einen Fleckerlteppich aus 27 unterschiedlichen Regeln wird uns nicht weiterbringen. Gerade gegenüber den großen Tech-Konzernen müssen wir unsere europäische Stärke bündeln. Mit rund 450 Millionen Menschen ist die EU einer der größten Märkte der Welt. Meta, TikTok und Co. können diesen Markt nicht einfach ignorieren und genau diese Stärke müssen wir nutzen, um klare und wirksame Regeln durchzusetzen. Unsere Kinder haben ein Recht auf Kindheit und vor allem auf eine geschützte Kindheit. Altersgrenzen sind in vielen Bereichen ein selbstverständliches Mittel, um Minderjährige vor Gefahren zu schützen. Es gibt keinen Grund, warum ausgerechnet die digitale Welt davon ausgenommen sein sollte. Eine gemeinsame europäische Altersgrenze wäre ein wichtiger erster Schritt, um diesen Schutz endlich auch ins Internet zu übertragen.“ (Schluss) ls

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