
Grüne Wien/Berner, Arsenovic zu „Kultur-Euro“: Keine neue Kultursteuer auf dem Rücken der Wiener:innen
Grüner Vorschlag: Tourismusabgabe zur Finanzierung des „Kultur-Euro“ verwenden – Antrag für Tourismusabgabe mit Kulturwidmung wird eingebracht.
„Statt die Kulturszene mit neuen Mitteln zu unterstützen, sollen sich die Kulturbetriebe offensichtlich am eigenen Schopf aus dem Sparsumpf ziehen, wenn es nach SPÖ und Neos geht. Eine neue Kultursteuer auf dem Rücken der Wiener:innen sowie der Kulturszene ist fahrlässig“, so Ursula Berner, Kultursprecherin der Wiener Grünen. „Große Kulturbetriebe haben bereits vorgerechnet, dass der ‚Kultur-Euro‘ mehr Abgaben hervorrufen würde, als sie bisher an Förderungen erhalten. Hier läuft etwas grundlegend falsch“, so Berner. Grundsätzlich stehen die Grünen hinter der Idee einer Abgabe, die zweckgewidmet für Kulturförderung verwendet werden soll. Eine solche Abgabe dürfe aber niemals auf Kosten der Kulturbetriebe und der Wiener:innen gehen, heißt es von den Grünen.
80% DER TOURIST:INNEN KOMMEN WEGEN KULTUR NACH WIEN
„Wien verzeichnet im Tourismus mehr als 20 Millionen Nächtigungen pro Jahr – 80% der Tourist:innen kommen wegen der Kultur nach Wien. Wenn Kulturbetriebe weiter unter Druck gesetzt werden, ist das auch für den Tourismus nachteilig. Die Tourismusabgabe wurde ja 2026 schon von rund 3 auf 5 Prozent erhöht, hier könnte man einfach Geld aus der Abgabe zweckwidmen“, schlägt Hans Arsenovic, Tourismussprecher der Wiener Grünen, vor. „Rot-Pink will hier aber offensichtlich lieber die Wiener:innen zur Kasse bitten, statt aus der Tourismusabgabe Geld zweckzuwidmen. Das ist völlig unverständlich“, so Berner.
GRÜNER ANTRAG FÜR TOURISMUSABGABE MIT KULTURWIDMUNG
Die Grünen fordern die Finanzierung des „Kultur-Euro“ aus der Tourismusabgabe und werden dazu einen entsprechenden Antrag im Wiener Gemeinderat einbringen. „Das passiert in anderen Städten wie Venedig auch – und dennoch bleiben die Tourist:innen nicht aus. Über eine Tourismusabgabe für 1 Euro pro Tag und Tourist:in könnten über 20 Millionen Euro ins Kulturbudget fließen – ohne dass die örtliche Struktur gefährdet wird“, so Arsenovic und Berner – und abschließend: „Wir fordern alle Beteiligten auf, über die Neugestaltung der Tourismusabgabe zu verhandeln und eine gute Lösung für Wien zu finden.“
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