
SPÖ-Sidl: Ein gesundes Leben darf keine Frage des Geldbörsels sein!
EU-Abgeordneter fordert bei Kampf gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen stärkeren Fokus auf soziale und wirtschaftliche Voraussetzungen
Das Europäische Parlament stimmt heute über einen Initiativbericht zur besseren Prävention und Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ab. Der Bericht reagiert auf den „Safe Hearts Plan“, den die Europäische Kommission Ende 2025 vorgelegt hat. Ziel ist es, die Zahl der Herz-Kreislauf-Erkrankungen und damit verbundenen Todesfälle zu senken sowie Prävention und Forschung zu stärken. SPÖ-EU-Abgeordneter und gesundheitspolitischer Sprecher Günther Sidl begrüßt den Vorstoß der Kommission, fordert aber einen stärkeren Fokus auf die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen, die darüber entscheiden, wie gesund Menschen tatsächlich leben können. „Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache in der EU, an der jedes Jahr rund 1,7 Millionen Menschen sterben. Hinter dieser Zahl stehen 1,7 Millionen Schicksale, bei denen Menschen plötzlich aus dem Leben gerissen werden. Es ist höchste Zeit, dass die EU hier anfängt zu handeln und die Prävention stärkt“, betont Sidl, der dabei auch auf Angaben der OECD verweist, wonach 74 Prozent der Herz-Kreislauf-Erkrankungen auf beeinflussbare Risikofaktoren wie Tabak- und Alkoholkonsum, ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel oder Umweltbelastungen zurückzuführen sind. ****
Sidl weiter: „Prävention darf aber nicht bedeuten, den Menschen einfach zu sagen, sie sollen sich vernünftiger ernähren und häufiger zu gesunden Lebensmitteln greifen. Wer jeden Euro zweimal umdrehen muss, entscheidet im Supermarkt nicht nur danach, was gesund ist, sondern vor allem danach, was leistbar ist. Die Menschen brauchen keinen Lehrmeister, der ihnen erklärt, was gesund ist. Sie brauchen die finanziellen Möglichkeiten, sich auch dafür entscheiden zu können. Echte Wahlfreiheit gibt es erst dann, wenn eine gesunde Ernährung für alle leistbar ist. Genau diese soziale Dimension muss die Kommission in ihrem Plan zur Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen stärker berücksichtigen.“ (Schluss) bj
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Europaparlament
Jasmin Wagner
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