
Aus für Kultureuro ist richtig – jetzt Ortstaxe bei 5 Prozent einfrieren
Die Hotellerie begrüßt Ludwigs Kultureuro-Absage und fordert Belastungsstopp: Die Ortstaxe muss bei 5 Prozent bleiben, die beschlossene Erhöhung auf 8 Prozent ab Juli 2027 fallen.
Die Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV) unterstützt die Entscheidung von Bürgermeister Michael Ludwig, den geplanten Kultureuro nicht einzuführen. „Das ist die richtige Entscheidung für die Kulturstadt Wien und ihre Gäste. Kultur ist ein zentraler Grund, nach Wien zu reisen. Wer sie leistbar hält, stärkt auch die Hotellerie und den gesamten Standort“, sagt Alexander Ipp, ÖHV-Vizepräsident und Landesvorsitzender in Wien. Jetzt fordert die ÖHV dieselbe Konsequenz bei der Ortstaxe: den aktuellen Satz von 5 Prozent einfrieren und die Erhöhung auf 8 Prozent stoppen.
WEITERE BELASTUNGEN SCHWÄCHEN DIE HOTELLERIE
Hohe Personal-, Energie- und Lebensmittelkosten setzen die Hotelbetriebe unter Druck. Eine höhere Ortstaxe verschärft die Situation: Wird sie an die Gäste weitergegeben, verteuert sie den Aufenthalt. Können Hotels sie im Wettbewerb nicht weitergeben, schmälert sie ihre Erträge. „Unsere Betriebe brauchen Spielraum für Investitionen, Qualität und Beschäftigung. Eine weitere Abgabenerhöhung nimmt ihnen genau diesen Spielraum“, betont Ipp.
ORTSTAXE: HOTELLERIE HOFFT AUF EINLENKEN
Seit 1. Juli 2026 beträgt die Wiener Ortstaxe 5 statt zuvor 3,2 Prozent; zugleich wurde die Bemessungsgrundlage verbreitert. Für 1. Juli 2027 ist die nächste Erhöhung auf 8 Prozent beschlossen. Allein dieser zweite Schritt bedeutet bei gleicher Bemessungsgrundlage eine um 60 Prozent höhere Ortstaxe.
„Beim Kultureuro hat der Bürgermeister die Einwände ernst genommen und die Pläne gestoppt. Das erwarten wir auch bei der Ortstaxe. Wien muss für Städte-, Kongress- und Kulturgäste attraktiv und leistbar bleiben. Deshalb muss es bei 5 Prozent bleiben“, fordert Ipp. Von den Ausgaben dieser Gäste profitieren neben den Hotels auch Kultur, Handel und Gastronomie.
ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer ergänzt: „Die Hotellerie trägt wesentlich zur Wertschöpfung und Beschäftigung in Wien bei. Sie darf nicht immer stärker zur Budgetsanierung herangezogen werden. Der nächste Schritt ist klar: die Erhöhung auf 8 Prozent stoppen.“
Österreichische Hotelvereinigung
Martin Stanits
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