Mit Staatsmedaille und WHO-Botschaft: AirMed World Congress 2026 in München feierlich eröffnet (FOTO)

München (ots)

* BAYERISCHER INNENMINISTER JOACHIM HERRMANN WÜRDIGT BEDEUTUNG DER LUFTRETTUNG
* WHO-CHEF TEDROS BEDANKT SICH FÜR ENGAGEMENT DER GLOBALEN LUFTRETTUNGSFAMILIE
* DR. ERWIN STOLPE, PIONIER DER LUFTRETTUNG IN DEUTSCHLAND, ERHÄLT „STERN DER SICHERHEIT“
* EUROPEAN HEMS & AIR AMBULANCE COMMITTEE (EHAC) FEIERT 25-JÄHRIGES BESTEHEN

Mit einem feierlichen Eröffnungsabend ist gestern der AirMed World Congress 2026 in München gestartet. Veranstaltet wird der Kongress von der gemeinnützigen ADAC Luftrettung gemeinsam mit dem European HEMS and Air Ambulance Committee (EHAC). Das Forum bringt rund 800 Teilnehmende aus 40 Ländern aus den Bereichen Luftfahrt, Medizin, Management, Behörden und Industrie zusammen. Bei der Eröffnung im vollbesetzten Hofbräuhaus vor Fachleuten aus aller Welt würdigte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann die Luftrettung als unverzichtbaren Bestandteil einer flächendeckenden, schnellen Notfallversorgung. Dr. Tedros, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), sprach in einer Videobotschaft seine Anerkennung für die Arbeit der globalen Luftrettungs- und Ambulanzfluggemeinschaft aus. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Auszeichnung von Dr. Erwin Stolpe, einem Pionier der Luftrettung in Deutschland. Er erhielt für seine herausragenden Verdienste um die Notfallversorgung den „Stern der Sicherheit“, die Bayerische Staatsmedaille für Innere Sicherheit. Zudem blickte das EHAC auf sein 25-jähriges Jubiläum.

ANERKENNUNG AUS POLITIK FÜR BESONDERE GEMEINSCHAFTSLEISTUNG

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann unterstrich in seiner Rede die besondere Bedeutung einer leistungsfähigen Luftrettung für die medizinische Versorgung der Bevölkerung: „Die Luftrettung ist aus der modernen Notfallversorgung nicht mehr wegzudenken. Sie bringt schnelle und hochqualifizierte medizinische Hilfe, auch in unwegsamem Gelände und unter schwierigen Einsatzbedingungen. Sie ist auch immer eine Gemeinschaftsleistung, für die es eine offene Kommunikation, gegenseitiges Vertrauen und die Fähigkeit, auch unter hohem Zeitdruck gemeinsam gute Entscheidungen zu treffen braucht.“

Zum Stellenwert des Kongresses sagte der Innenminister: „Die Weiterentwicklung der Luftrettung betrifft gleichermaßen Fragen der Organisation, der Verantwortungsstrukturen und der öffentlichen Sicherheit. All diese Aspekte lassen sich nur gemeinsam und im europäischen Verbund erfolgreich gestalten. Genau diesem wichtigen Austausch widmet sich der AirMed World Congress.“

Mit Dr. Tedros, dem Generaldirektor der WHO, meldete sich eine besondere globale Stimme der Gesundheit zu Wort. In seiner Videobotschaft erklärte er, Notfälle und Katastrophen machten vor Grenzen keinen Halt. Jeder Mensch verdiene es, eine qualitativ hochwertige Notfallversorgung zu erhalten. Genau dort könne Luftrettung den entscheidenden Unterschied zwischen Leben und Tod machen.

MÜNCHEN – BEDEUTENDER STANDORT DER LUFTRETTUNG

Der AirMed World Congress kommt nach 46 Jahren an seinen Ursprungsort zurück. Die internationale Fachveranstaltung wurde 1980 in München gegründet. Die gemeinnützige ADAC Luftrettung gehört zu den Gründungsinitiatoren. Zugleich steht die bayerische Landeshauptstadt wie kaum ein anderer Ort für die Entwicklung der Luftrettung in Deutschland. Am 1. November 1970 wurde in München-Harlaching mit „Christoph 1“ der erste zivile, dauerhaft betriebene Rettungshubschrauber Deutschlands in Dienst gestellt. Im vergangenen Jahr wurde in Oberpfaffenhofen, vor den Toren Münchens, der hochmoderne ADAC Luftrettung Campus eingeweiht. Es ist das internationale Kompetenzzentrum zur Weiterentwicklung des Rettungsdienstes.

„Über 1,3 Millionen HEMS-Einsätze und unsere langjährige Erfahrung in der Luftrettung bilden die Grundlage, auf der wir aeromedizinische Expertinnen und Experten aus aller Welt wieder in München, am Geburtstort der AirMed, begrüßen. Wir wollen hier gemeinsam die Zukunft der luftgestützten Patientenversorgung gestalten, Innovationen fördern und mithilfe internationaler Expertise die Zusammenarbeit in diesem zentralen Bereich der Daseinsvorsorge stärken“, sagte Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung gGmbH.

DR. ERWIN STOLPE ERHÄLT „STERN DER SICHERHEIT“

Für die jahrzehntelange hochprofessionelle Weiterentwicklung der Luftrettung steht stellvertretend Dr. Erwin Stolpe. Der Unfallchirurg war unter anderem Leitender Notarzt des Rettungshubschraubers „Christoph 1“, Medical Director der ADAC Luftrettung und Berater von notfallmedizinischen Organisationen und Unternehmen im In- und Ausland. Beispielsweise wurde auf seine Initiative hin die erste speziell patientenorientierte Kabinenausstattung eines Rettungshubschraubers entwickelt. Zudem war er federführend an der Einführung der Rettungswinde beteiligt. Sein Leitsatz „Exzellente Patientenversorgung bei höchster Flugsicherheit“ gilt für die ADAC Luftrettung bis heute.

Für seinen außergewöhnlichen Einsatz wurde Dr. Erwin Stolpe von Innenminister Joachim Herrmann unter großem Beifall der „Stern der Sicherheit“ verliehen. Die Auszeichnung des Bayerischen Innenministeriums gibt es seit 2013. Damit würdigt der Freistaat herausragende und langjährige Verdienste um die Innere Sicherheit.

Auch Frédéric Bruder, Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, würdigte das Wirken Stolpes: „Seine Weitsicht und seine Visionen waren entscheidend für die Entwicklung der schnellen Hilfe aus der Luft. Mit der Einführung neuer internationaler medizinischer Standards sowie der Etablierung wissenschaftlich gestützter, faktenbasierter Rettungsmedizin hat er die europäische Luftrettung maßgeblich beeinflusst. Ohne ihn wäre insbesondere die ADAC Luftrettung nicht das, was sie heute ist: eine sehr erfolgreiche Organisation.“

25 JAHRE EHAC

Menschen den Zugang zu hochqualifizierter Notfallmedizin bei größtmöglicher Flugsicherheit zu ermöglichen, ist auch für das EHAC ein zentrales Anliegen. EHAC vertritt die Interessen europäischer Luftrettungsorganisationen und engagiert sich für die Weiterentwicklung gemeinsamer Sicherheits-, Qualitäts- und Betriebsstandards in der Luftrettung. Die Mitglieder des EHAC kommen aus insgesamt 18 Ländern und blicken auf das 25-jährige Bestehen zurück. Der AirMed World Congress 2026 steht damit auch im Zeichen der europäischen Zusammenarbeit in der Luftrettung und im Ambulanzflug.

„Der AirMed World Congress 2026 ist für die internationale Luftrettung wichtig, weil die komplexen Herausforderungen nur durch eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche und Kompetenzfelder bewältigt werden können“, sagte Stefan Becker, Präsident des EHAC. Dies spiegele sich auch im diesjährigen Motto „Beyond Boundaries: Cross Competence Enhancement of Aeromedical Services“ wider. „Wir müssen uns weiter vom Silodenken entfernen und über die Grenzen von Fachrichtungen, Ländern und letztlich auch Regularien hinweg denken und agieren. Dafür setzt sich EHAC seit 25 Jahren ein – und wird dies auch künftig mit voller Kraft tun“, so Becker.

HINWEIS AN DIE REDAKTIONEN

Als Besonderheit besteht am SAMSTAG, 19. SEPTEMBER, im Rahmen eines Zusatzprogramms die Möglichkeit, an einer Exkursion zur Crashanlage des ADAC Technik Zentrums in Landsberg am Lech teilzunehmen. Im Anschluss geht es weiter ins ADAC Testzentrum Mobilität nach Penzing. Dort wird ein schwerer Verkehrsunfall inklusive Windeneinsatz eines Rettungshubschraubers simuliert. Bitte melden Sie sich bei Interesse an der AirMed sowie am Zusatzprogramm per Mail

unter MEDIEN@ADAC.DE an.

Jochen Oesterle Marlon Hahn
i.A. ADAC Luftrettung gGmbH
T +49 89 76 76 34 74
medien@adac.de
www.presse.adac.de

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender