
St. Marx für Alle! zur WH-Arena: Vermeintliches Aus der Halle?
Dennoch keine Einsicht der Stadt für freie selbstverwaltete Kultur. Die Stadt lässt den Kulturort St.Marx vorsorglich abreissen.
Medien berichten am 16.September, dass die Verträge bezüglich der Event Arena in St. Marx zwischen Eventim und der Wien Holding fallen sollen.
Zuletzt, April 2026, wurde der Nachbarschafts- und Kulturort auf der Freifläche St. Marx, der über ein Jahrzehnt hinweg Treffpunkt für Menschen im dritten Bezirk und darüber hinaus war, gewaltsam zerstört. Damals angeblich, um für den Bau der geplanten Event Arena Platz zu machen.
Es ist klar: Die Stadt Wien hat nicht nur Probleme mit der Planung und Umsetzung solcher Großprojekte, sondern vor allem ein Problem mit dem Erhalt von Räumen, die nicht direkt unter der Kontrolle der Stadt und der Parteien stehen.
Die Stadtregierung handelt nicht im Interesse der Bewohner:innen und deren Bedürfnissen, sondern sieht sich geknebelt von Großkonzernen wie der CTS Eventim (wie wir aus privaten Gesprächen zwischen der Initiative St.Marx für Alle! und Stadtvertretern erfahren konnten)
Die Initiative ‚St.Marx für Alle!’ setzt sich nach wie vor für eine tatsächlich partizipative und demokratische Form der Stadtplanung ein und fordert die Verantwortlichen, sowie auch die öffentliche Berichterstattung abermals auf, sich dazu zu äußern. Warum war eine Räumung im Frühling nötig, wenn die Fläche seither nun wieder leer steht und noch lange leer stehen wird? Warum wurde eine 44.000qm Fläche den Menschen entzogen und ein ehemals einzigartiger Freiraum in dieser Stadt mittels einer brutalen blickdichten Umzäunung privatisiert?
Warum wird in Zeiten multipler Krisen nach unsozialen und unmenschlichen Mega-Bauprojekten gelechtzt? Warum werden Monopolist:innen finanziert und bei Qualitätsfreiräumen für Stadtbewohner:innen gespart? Warum wird eine Struktur, die über ein Jahrzehnt existiert hat, kommentarlos in Schutt und Asche geschlagen? – Alles für nichts! Während die Fläche auch nach dem Auslaufen der offiziellen Zwischennutzungsverträge noch von vielen Menschen genutzt und gepflegt wurde, verkommt sie jetzt hinter einem Zaun in trister Leere. Nachhaltige Stadtplanung, die Menschen miteinbezieht, sieht anders aus. Fact: Seit der Räumung der Kulturorte auf der St.Marxer Freifläche, säumt ein 2,5m hoher blickdichter Metallzaun die 44.000qm und versperrt damit jede Art der weiteren demokratischen Teilnahme auf die Entwicklung der Fläche.
Doch wir wissen, dass Wien Orte braucht, wie es die Fläche in St. Marx war. Orte an denen Menschen selber gestalten dürfen, sich konsumfrei treffen können, Widersprüche nebeneinander ko-existieren und Konflikte ausdiskutiert werden können. Wien braucht Subkultur, Wien braucht St.Marx.
St.Marx für Alle und für immer!
St. Marx für Alle!
Ida Z.
Telefon: +436801420828
E-Mail: kontakt@stmarx.wien
Website: https://stmarx.wien/index.php?p=presse
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