
Finanzbildungsangebot wächst 2025 um 30 Prozent
OeNB, BMF und MCI legen aktuellen Monitoringbericht vor – mehr als 155.000 Menschen direkt erreicht – Fokus auf Betrugsprävention und Digitalisierung nötig
DIE NATIONALE FINANZBILDUNGSSTRATEGIE (NFBS) FÜR ÖSTERREICH 2025 WIRD JÄHRLICH EINEM MONITORING UNTERZOGEN. DIE OESTERREICHISCHE NATIONALBANK (OENB), DAS BUNDESMINISTERIUM FÜR FINANZEN (BMF) UND MCI | DIE UNTERNEHMERISCHE HOCHSCHULE VERÖFFENTLICHTEN SOEBEN DEN AKTUELLEN MONITORINGBERICHT DER NFBS 2025. ES ZEIGEN SICH DEUTLICHE ERFOLGE BEI DER REICHWEITE VON FINANZBILDUNGSMASSNAHMEN UND POTENZIALE IN DER BETRUGSPRÄVENTION UND IM BEREICH DER DIGITALISIERUNG.
OeNB-Direktor Josef Meichenitsch freut sich über das steigende Interesse an Finanzbildung: „Die Finanzbildungscommunity der Nationalen Strategie erreicht jährlich mittlerweile mehr als 155.000 Menschen mit ihren persönlichen Angeboten wie Workshops, Fortbildungen oder Vorträgen. Und auch die Zugriffe auf das Digital-Angebot sind um ein Drittel auf rund 550.000 Website-Zugriffe stark gestiegen“. Der jährliche Monitoringbericht dokumentiert das vorhandene Finanzbildungsangebot und erfasst wissenschaftlich fundiert seine Entwicklung, Reichweite, Zielgruppen, Themen und Qualität über die Jahre. Daraus werden die entscheidenden Handlungsfelder für die Weiterentwicklung der Finanzbildungs-Strategie abgeleitet. „Im Jänner 2027 werden wir dann die neue Nationale Finanzbildungsstrategie für Österreich 2027–2035 der Öffentlichkeit präsentieren“, so Meichenitsch.
Petia Niederländer, Direktorin der OeNB-Hauptabteilung Zahlungsverkehr, Risikoüberwachung und Finanzbildung verweist auf die Erfolge: „30 Prozent mehr aktive Finanzbildungsmaßnahmen unter dem Dach der Nationalen Finanzbildungsstrategie im Vergleich zum Vorjahr, das ist vor allem ein Erfolg der engagierten Finanzbildungscommunity in Österreich. Rund 80 Institutionen tragen mit ihren Angeboten dazu bei, Finanzbildung in Österreich breiter zugänglich zu machen. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken.“
ZUWÄCHSE IM LÄNDLICHEN RAUM, AUFHOLBEDARF BEI ERWACHSENEN
Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Finanzbildung vor Ort nicht auf urbane Zentren beschränkt ist: 82,2 % der Face-to-Face (F2F)-Maßnahmen, etwa Workshops oder Vorträge, sind sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten verfügbar. Besonders westliche und südliche Bundesländer haben beim Angebot aufgeholt. Obwohl rund 40 % des F2F-Angebots auf erwachsene Zielgruppen entfallen, machen diese nur 6,1 % der F2F-Teilnahmen aus. Bei digitalen Angeboten zeigt sich dagegen ein völlig anderes Bild: Erwachsene stehen für 50,3 % der Website-Zugriffe und 60,3 % der Downloads von Online-Materialien.
MEHR FOKUS AUF BETRUGSPRÄVENTION UND DIGITALISIERUNG NÖTIG
Nur 7 von 195 Maßnahmen der NFBS 2025 behandeln Täuschung und Betrug und ebenfalls nur 7 Regulierung und Verbraucherschutz. Digitalisierung als übergreifende Priorität wird nur in 41 Maßnahmen berücksichtigt, wobei deren relativer Anteil gegenüber dem Vorjahr sogar von 23,5 % auf 21,0 % gesunken ist.
Stefan Humer, Gruppenleiter der OeNB-Finanzbildung und Mitautor des Monitoringberichts, sieht den Auftrag hinter diesen Ergebnissen: „Wir konnten zeigen, dass die Nationale Finanzbildungsstrategie ihr Bildungsangebot sowohl thematisch als auch hinsichtlich der Vielfalt der adressierten Zielgruppen ausgebaut hat. Es ist aber zu erkennen, dass für die neue Nationale Finanzbildungsstrategie 2027–2035 die Herausforderung auch darin bestehen wird, Erwachsene besser zu erreichen und Finanzbildung stärker auf eine digitale Finanzwelt mit Künstlicher Intelligenz, neuen Finanzprodukten, aber auch neuen Betrugsformen auszurichten.“
OENB VERSTÄRKT MASSNAHMEN ZUR BETRUGSPRÄVENTION
Die OeNB hat im Rahmen ihrer Finanzbildungsarbeit bereits 2026 begonnen, gemeinsam mit der Polizei österreichweit Projekttage zum Thema „Generationen gemeinsam sicher“ zu veranstalten, bei denen Schüler:innen und Senior:innen gemeinsam lernen, Betrugsmaschen zu erkennen und sich davor zu schützen. Ebenso hat die OeNB in Kooperation mit der Universität Wien eine Phishing-Simulation an Schulen gestartet, bei der Jugendliche anhand realistischer Beispiele lernen, Phishing zu erkennen. Und zudem vermittelt die OeNB zur Betrugsprävention spezifisches Wissen über sicheres digitales Bezahlen und typische Warnsignale, damit Menschen Betrugsversuche möglichst erkennen, bevor überhaupt ein Schaden entsteht.
Der MONITORINGBERICHT DER NATIONALEN FINANZBILDUNGSSTRATEGIE FÜR ÖSTERREICH 2025 steht auf der Website der OeNB als Download zur Verfügung.
Das gesamte Finanzbildungsangebot der Nationalen Finanzbildungsstrategie finden Sie gebündelt im Finanznavi.
Details zu einzelnen MASSNAHMEN DER OENB-BETRUGSPRÄVENTION finden sich auf der Website der OeNB Finanzbildung.
Oesterreichische Nationalbank
Mag. Marlies Schroeder, MiM
Telefon: +43-1-404 20-6900
E-Mail: marlies.schroeder@oenb.at
Website: https://www.oenb.at
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