Kühlschrankrazzia am Tag gegen Lebensmittelverschwendung

Für den 29.9. gibt DIE UMWELTBERATUNG Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

Beim Essen zu sparen heißt, nichts wegzuwerfen. Der 29. September ist der Tag gegen Lebensmittelverschwendung – ein guter Grund für eine Inventur im Vorratsschrank, denn gerade im Haushalt entstehen oft vermeidbare Abfälle. Wer Vorräte rechtzeitig aufbraucht und dem Schimmel und den Motten keine Chance lässt, spart Geld und schützt die Umwelt. DIE UMWELTBERATUNG gibt Tipps zur richtigen Lagerung und hat köstliche Rezepte für Übriggebliebenes.

Zu große Einkäufe, falsche Lagerung und Unsicherheiten bezüglich Haltbarkeit führen zu unnötigem Abfall. Selbst wenn billig eingekauft wurde, wird es teuer, sobald Einkäufe ungenutzt im Müll landen. „Lebensmittelverschwendung ist nicht nur ein Geldproblem. Auch Wasserverschwendung, unnötige Treibhausgasemissionen und der Verlust an Biodiversität gehen Hand in Hand mit dem Wegwerfen von Lebensmitteln“, erklärt Michaela Knieli, Ernährungswissenschafterin von DIE UMWELTBERATUNG.

Den Kühlschrank regelmäßig zu durchforsten, bringt’s – schließlich ist Lebensmittelverschwendung besonders problematisch, wenn Tierisches wie Milchprodukte und Fleisch im Müll landet. Denn rund 75 % der landwirtschaftlichen Fläche wird für die Produktion tierischer Lebensmittel beansprucht. Der Biodiversitäts-Fußabdruck tierischer Lebensmittel ist zudem dreimal so hoch wie der Fußabdruck pflanzlicher Lebensmittel.

GUT GESCHÜTZT VOR LICHT UND WÄRME

Mehl, Müsli, Nüsse und Trockenfrüchte macht man in Vorratsgläsern mit dichtem Deckel mottensicher. Sie kühl und dunkel zu lagern, vermeidet Geschmacksveränderungen, die durch Lichteinwirkung entstehen. Fetthaltige Konserven und Öle müssen dunkel gelagert werden, damit das Fett nicht oxidiert und ranzig wird.

Wer sparen will, sollte, anstatt bei der Lebensmittelqualität Abstriche zu machen, alles Gekaufte tatsächlich verwerten.

6 TIPPS GEGEN VERSCHWENDUNG:

* First in – first out: nach jedem Einkauf gleich Frisches nach hinten schlichten, Altes nach vorne. So wird, was zuerst gekommen ist, auch zuerst gegessen.
* Richtig lagern: Müsli & Co in dichte Glasbehälter füllen, so haben Motten keine Chance.
* Milchprodukte länger genießen: Sehen, riechen, schmecken – vieles ist auch wochenlang nach Ablauf des MHD genießbar.
* Wiederbeleben: Semmeln schmecken getoastet wieder herrlich knusprig.
* Letzte Rettung Einfrieren: Einzelne Portionen, das letzte Stück Kuchen und Gebäck lassen sich gut tiefkühlen. Auch Milchreste können tiefgekühlt werden.
* (Gefrier-/)Kühlschrankrazzia schont das Budget: Einmal pro Woche verkochen, was die Schränke hergeben, damit nichts verdirbt.

INFORMATION

DIE UMWELTBERATUNG informiert auf ihrer Website zu Ernte und Lagerung von Lebensmitteln: www.umweltberatung.at/themen-essen-ernte-und-lagerung/

Die Broschüre Ameisen, Motten & Co fernhalten gibt Tipps zur Mottenbekämpfung im Haushalt: www.umweltberatung.at/product/ameisen-motten-co/

Köstliche Rezepte sind auf www.umweltberatung.at/rezepte zu finden.

Eine feine Auswahl an Rezepten und viele Anregungen für Restl-Rezepte gibt es auch auf:

* www.instagram.com/die_umweltberatung/
* https://at.pinterest.com/dieumweltberatung/

Individuelle Beratung zu ökologischer Ernährung bietet DIE UMWELTBERATUNG an ihrer Hotline: Tel. 01 803 32 32

DIE UMWELTBERATUNG ist eine Einrichtung der Wiener Volkshochschulen, basisfinanziert von der Stadt Wien – Umweltschutz.

DIE UMWELTBERATUNG, Sabine Seidl
Telefon: +43 699 189 174 65
E-Mail: sabine.seidl@umweltberatung.at
Website: https://www.umweltberatung.at

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