Das MAK trauert um Ingrid Wiener

Das MAK trauert um Ingrid Wiener, eine der bedeutendsten österreichischen Künstler*innen der Gegenwart. Ingrid Wiener (*1942) war eine Pionierin der feministischen Avantgarde in Österreich, die international wirkte und junge Generationen von Künstler*innen beeinflusst. Früh hatte sie sich mit dem Textilen einem Medium verschrieben, das sie transformierte und dadurch auch den Kanon weiblich konnotierter Rollenbilder zerlegte. „Wir verlieren eine Künstlerin, Pionierin, Vermittlerin und Freundin, die uns an ihrer Welt und ihren künstlerischen Prozessen teilhaben ließ“, zeigt sich MAK Generaldirektorin Lilli Hollein betroffen über den Tod von Ingrid Wiener.

Ingrid Wiener widmete sich seit Jahrzehnten der Kunst des Webens und vereinte Elemente der Fotografie, Malerei und Collage zu einer neuen Bildsprache. Mit den Künstler*innen VALIE EXPORT und Dieter Roth verband sie gemeinsame künstlerische Produktionen, mit ihrem Ehemann, dem Künstler Oswald Wiener (1935–2021), lebte sie mehrere Jahre in Berlin und Kanada.

Ingrid Wiener war mit dem MAK in ihren letzten Lebensjahren eng verbunden, ihre Werke wurden zuletzt in der MAK Ausstellung _HARD/SOFT. Textil und Keramik in der zeitgenössischen Kunst_ (2023/2024) präsentiert und es wurde der mehrteilige großformatige Gobelin _Dr. Müllers Kabelfrühling_ (2009/10) als zentrale Arbeit für die MAK Sammlung Gegenwartskunst mit Mitteln der österreichischen Galerienförderung und großzügiger Unterstützung der MARS – MAK Art Society angekauft.

Das Mitgefühl des MAK gilt ihrer Familie, Freund*innen und allen, die mit Ingrid Wiener verbunden waren.

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