NÖAAB-Einsatz zeigt Wirkung: Dienstzeitmodell bei Polizei wird nachgebessert

Teschl-Hofmeister/Seitner: „Rückmeldungen der Polizistinnen und Polizisten werden ernst genommen“

Die geplante Reform des Dienstzeitmodells bei der Polizei hat seit ihrer Bekanntgabe für Diskussionen und Verunsicherung unter den Polizistinnen und Polizisten gesorgt. Der Niederösterreichische Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund (NÖAAB) stand dabei von Beginn an klar an der Seite der Polizistinnen und Polizisten. Gleichzeitig war für den NÖAAB klar: Veränderungen müssen sachlich diskutiert und gemeinsam mit den Betroffenen weiterentwickelt werden.

„Uns als NÖAAB war von Anfang an wichtig, den Dialog zwischen den Personalvertretern und dem Innenminister zu suchen. Natürlich führen Veränderungen zu Diskussionen und unterschiedlichen Sichtweisen. Entscheidend ist aber, dass man miteinander spricht und gemeinsam nach praktikablen Lösungen sucht“, betont NÖAAB-Landesobfrau Christiane Teschl-Hofmeister. Nach einem Monat Probebetrieb in ausgewählten Bezirken liegen nun erste Erfahrungen vor. Diese wurden in die Weiterentwicklung des neuen Dienstzeitmodells einbezogen und dort Nachbesserungen vorgenommen, wo dies aufgrund der Praxiserfahrungen notwendig war, wie zum Beispiel bei den 24-Stunden-Diensten, oder der Verkürzung des Vorplanungszeitraumes für den monatlichen Dienstplan. „Genau dafür ist ein Probebetrieb da: Erfahrungen sammeln, Probleme erkennen und Verbesserungen vornehmen. Entscheidend ist, dass die Rückmeldungen der Kolleginnen und Kollegen ernst genommen werden und in die weitere Ausgestaltung einfließen“, so Teschl-Hofmeister.

„Während laufender Verhandlungen und eines Probebetriebs zusätzliche Unsicherheit zu schüren oder mit Halbwahrheiten zu arbeiten, hilft niemandem – schon gar nicht unseren Polizistinnen und Polizisten“, erklärt NÖAAB-Landesgeschäftsführerin Katja Seitner. Insbesondere die geplante Abschaffung der 24-Stunden-Dienste und die Einführung flexiblerer Dienstzeitmodelle hatten in den vergangenen Monaten für Diskussionen gesorgt. Für den NÖAAB steht dabei außer Frage, dass Veränderungen nicht zu einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für die Exekutivbeamtinnen und Exekutivbeamten führen dürfen.

„Für uns war von Anfang an klar: Die Polizistinnen und Polizisten dürfen nicht die Leidtragenden einer Reform sein. Sie leisten jeden Tag einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit unseres Landes und müssen für diese Leistung faire und verlässliche Rahmenbedingungen vorfinden. Gleichzeitig muss sichergestellt sein, dass die Sicherheitsversorgung für die Menschen in Niederösterreich auch künftig gewährleistet bleibt“, so Teschl-Hofmeister.

Der NÖAAB spricht sich daher weiterhin für eine sachliche und konstruktive Auseinandersetzung mit dem neuen Dienstzeitmodell aus. Politische Zuspitzungen und die Verbreitung von Unwahrheiten würden hingegen weder den Polizistinnen und Polizisten noch der Sicherheit der Bevölkerung dienen.

„Wir werden auch weiterhin konsequent an der Seite unserer Polizistinnen und Polizisten stehen. Was es jetzt braucht, sind keine politischen Schlagabtausche, sondern Zuhören, sachliche Gespräche und Lösungen, die in der Praxis funktionieren“, betonen Teschl-Hofmeister und Seitner abschließend.

NÖ Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund
Michael Heiplik
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