
Welttag der psychischen Gesundheit: Innovatives Versorgungsmodell des BÖP schafft zentralen Zugang zur klinisch-psychologischen Behandlung
Über 13.700 Anmeldungen innerhalb weniger Monate unterstreichen die Notwendigkeit eines zentralen Zugangs zur psychischen Versorgung
2026 ist ein WENDEPUNKT FÜR DEN ZUGANG ZUR KLINISCH-PSYCHOLOGISCHEN BEHANDLUNG IN ÖSTERREICH: Gemeinsam mit den Sozialversicherungsträgern ÖGK, SVS und BVAEB hat der Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP) mit PSYHELP erstmals einen zentralen, bundesweiten Zugang zu vollfinanzierten klinisch-psychologischen Behandlungsplätzen geschaffen.
Während Betroffene bislang selbst nach freien Behandlungsplätzen suchen mussten, übernimmt PSYHELP die gezielte Vermittlung zwischen individuellem Behandlungsbedarf und verfügbaren Kapazitäten. Betroffene werden informiert, sobald ein passendes Angebot verfügbar ist, und müssen die Behandlungskosten nicht vorfinanzieren. Bei der Vermittlung werden unter anderem regionale Verfügbarkeit, Sprachpräferenzen, Barrierefreiheit sowie das Behandlungssetting berücksichtigt.
Wie groß der Bedarf an diesem neuen Zugang und klinisch-psychologischer Behandlung ist, zeigen die Zahlen:
Seit dem Start von PSYHELP am 26.01.2026 haben sich MEHR ALS 13.700 MENSCHEN angemeldet, über 5.700 BEHANDLUNGSPLÄTZE wurden seit Mitte April vermittelt. Die Nachfrage bleibt hoch: Aktuell verzeichnet PSYHELP rund 1.500 ANMELDUNGEN PRO MONAT.
PSYHELP ALS ZENTRALE DREHSCHEIBE
Die Serviceplattform fungiert als zentrale Drehscheibe zwischen Versicherten, zuweisenden Stellen, Sozialversicherungsträgern und Klinischen Psycholog:innen.
Mit mehr als 700 qualitätsgeprüften Klinischen Psycholog:innen schafft PSYHELP erstmals einen österreichweiten, transparenten und strukturierten Zugang zur klinisch-psychologischen Behandlung. Bis 2029 stehen dafür jährlich rund 120.700 Behandlungseinheiten für Versicherte zur Verfügung.
„Psychische Gesundheit zählt zu den zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Depressionen und Angststörungen zählen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und betreffen insbesondere Frauen. Auch bei PSYHELP stellen sie die häufigsten Diagnosen der Patient:innen dar. Rund 65 Prozent der Anmeldungen bei PSYHELP erfolgen durch Frauen. Gemeinsam mit ÖGK, SVS und BVAEB ist es gelungen, eine strukturelle, qualitätsgesicherte Verbesserung der Versorgung auf den Weg zu bringen. Diese Entwicklung muss nun langfristig abgesichert und weiter ausgebaut werden. Denn gute Versorgung beginnt nicht erst im Therapieraum – sondern bei einem gut organisierten und fairen Zugang“, so A.O. UNIV.-PROF.IN DR.IN BEATE WIMMER-PUCHINGER, BÖP-Präsidentin und fachliche Leitung PSYHELP.
Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP)
Nathalie Winterink, BA BSc MSc
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