
Gewerkschaft GPA-Teiber zu AMS-Kopf/Pensionen: Mathematik setzt Zahlenkenntnis voraus
AMS-Kopf soll sich um Arbeitslosigkeit kümmern
„Wenn AMS-Vorstand Kopf in der Debatte um das Pensionsantrittsalter davon spricht, dass die Mathematik die Ideologie schlage, dann sei ihm ins Stammbuch geschrieben: Mathematik setzt Zahlenkenntnis voraus. Das faktische Pensionsantrittsalter ist in den vergangenen 25 Jahren stärker gestiegen als die Lebenserwartung, Menschen sind also durchschnittlich weniger lange in Pension“, so Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA.
„Der Höhepunkt der demografischen Veränderungen ist 2030. Die Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters würde wegen des Vertrauensschutzes gar nichts bringen“, erläutert Teiber und sagt: „Bereits jetzt beschäftigt ein Drittel der Unternehmen ab 20 Beschäftigten nicht eine einzige Person über 60. Jede dritte Frau geht heute aus Arbeitslosigkeit oder Krankheit in Pension. So lange man im fortgeschrittenen Alter keine Jobs findet, ist die Debatte um einen späteren Pensionsantritt zynisch. Hier hätte AMS-Vorstand Kopf ausreichend Handlungsbedarf.“
„Das Wichtigste für die Finanzierung des Pensionssystems ist der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit: Wenn wieder mehr Menschen ins System einzahlen, ist es finanziell stabil. Vom AMS-Vorstand erwarte ich mir, dass er sich dieser Herausforderung annimmt, anstatt den Beschäftigten auszurichten, dass sie länger arbeiten sollen, obwohl ein Drittel bereits jetzt sagt, im gegenwärtigen Job nicht gesund in Pension gehen zu können“, schließt die Gewerkschafterin.
Gewerkschaft GPA – Öffentlichkeitsarbeit
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