
JUNOS erhöhen Druck beim Pensionsalter: „Die Zeit der Pensions-Ausreden ist vorbei!“
Wotschke zu Aussagen von AMS-Chef Kopf: „Wer beim Pensionsalter weiter wegschaut, lässt die nächste Generation die Rechnung zahlen.“
Nach den jüngsten Aussagen von AMS-Chef Johannes Kopf zum Pensionsantrittsalter erhöhen die JUNOS den Druck auf die Bundesregierung. Für JUNOS-Bundesvorsitzende Sophie Wotschke ist klar: Die Debatte über ein höheres gesetzliches Pensionsantrittsalter darf nicht länger auf die lange Bank geschoben werden.
„Wer heute den Mut zu Reformen vermissen lässt, verspielt die Chancen der nächsten Generation. Das Pensionsantrittsalter muss erhöht werden. Die Entscheidung muss rasch fallen“, so Wotschke.
AMS-Chef Johannes Kopf hatte am Sonntag in der ORF-„Pressestunde“ eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters gefordert und betont, dass irgendwann Mathematik die Ideologie schlage. Für Wotschke ist das ein weiterer Weckruf: „Der AMS-Chef spricht das aus, was wir seit Jahren wissen. Dass er die Notwendigkeit einer Anhebung des Pensionsalters so deutlich anspricht, sollte endlich alle wachrütteln. Wir können nicht immer länger Pension beziehen und gleichzeitig so tun, als könnte alles bleiben, wie es ist.“
Laut der Budgetanalyse, auf die sich die JUNOS bereits im Juli berufen haben, beträgt die kumulierte Abweichung vom vorgesehenen Pensionsausgabenpfad bis 2030 rund 1,19 Milliarden Euro. „1,19 Milliarden Euro – das ist die Rechnung für politisches Wegschauen. Während junge Menschen sich fragen, ob sie sich jemals Eigentum oder eine eigene Familie leisten können, verweigern Teile der Politik eine ehrliche Debatte über die langfristige Finanzierung der Pensionen. Generationengerechtigkeit darf keine leere Sonntagsrede bleiben“, so Wotschke.
Die JUNOS fordern eine rasche Entscheidung über die Erhöhung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters. Zugleich müsse die Politik die Beschäftigungschancen älterer Arbeitnehmer:innen verbessern und notwendige Maßnahmen zur Einhaltung des Pensionsausgabenpfads noch 2026 beschließen. „Die Anhebung soll 2030 beginnen und bis 2041 schrittweise zu einem einheitlichen gesetzlichen Pensionsantrittsalter von 67 Jahren führen. Wer dagegen die Entscheidung immer weiter vertagt, verkürzt die Zeit für einen fairen Übergang. Wer Generationengerechtigkeit ernst nimmt, muss das Pensionsantrittsalter erhöhen. Genug gewartet!“, so Wotschke abschließend.
JUNOS
Fabienne Lackner
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