
Long Covid im Studium: Bündnis fordert mehr Unterstützung
Österreichweite Kampagne fordert verbindliche Verbesserungen für Studierende mit Long COVID, ME/CFS und anderen postakuten Infektionssyndromen.
Studieren darf nicht an einer Erkrankung scheitern. Sechs Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie gibt es für viele Studierende mit Long COVID, ME/CFS und anderen postakuten Infektionssyndromen (PAIS) noch immer keine verlässlichen, österreichweit einheitlichen Rahmenbedingungen, wenn es um Barrierefreiheit geht. Mit einer österreichweiten Kampagne fordern die ÖH Bundesvertretung, die ÖH Uni Wien, Long COVID Austria und die Österreichische Gesellschaft für ME/CFS (ÖG ME/CFS) daher konkrete Verbesserungen an den Hochschulen.
PAIS können Studium, Alltag und soziale Teilhabe massiv einschränken. Allein von ME/CFS sind in Österreich laut dem Nationalen Referenzzentrum für postvirale Syndrome rund 73.600 MENSCHEN BETROFFEN. Auch an den Hochschulen steigt der Unterstützungsbedarf: Der Anteil der Studierenden mit studienerschwerenden Beeinträchtigungen hat sich seit 2019 nahezu verdoppelt. Heute sind ungefähr 5 % der Studierenden von chronisch-somatischen Beeinträchtigungen wie chronischen Schmerzen oder dem Post-COVID-Syndrom betroffen, wie die Studierenden-Sozialerhebung 2025 betont. Das sind österreichweit etwa 15.000 Studierende.
SECHS JAHRE SIND GENUG – JETZT BRAUCHT ES VERBINDLICHE STANDARDS FÜR EIN BARRIEREARMES STUDIUM IN GANZ ÖSTERREICH. Dazu gehören eine bessere Information über Rechte und Barrierefreiheit, zugängliche Barrierefreiheits- und Beratungsstellen an allen Hochschulen sowie einheitliche Nachteilsausgleiche und Verfahren an österreichischen Universitäten und Hochschulen. Betroffene Studierende nennen außerdem digitale Lehrangebote, Rückzugs- und Ruheräume sowie Infektionspräventionsmaßnahmen an den Hochschulen als zentrale Verbesserungsvorschläge.
Mit der Kampagne sprechen die ÖH und die ÖH Uni Wien einen klaren politischen Auftrag aus: Erfahrungen von Betroffenen müssen endlich in die Strukturen unserer Hochschulen eingebettet werden. „STUDIEREN DARF NICHT BEDEUTEN, DIE EIGENE GESUNDHEIT ZU GEFÄHRDEN“, betonen die Initiator_innen, „Barrierearme Studienbedingungen sind keine Sonderbehandlung, sondern Voraussetzung für gleichberechtigte Teilhabe. Daher fordern wir: Wenn Alltag zur Belastung wird, BRAUCHT STUDIUM flexible Bedingungen“.
Alle Infos zur Kampagne und Informationen für Studierende finden Sie hier.
Rückfragen und Kontakte der Initiator_innen:
Claudia Schreiner (ÖG ME/CFS):
Felix Gosch
Referent für Öffentlichkeitsarbeit
ÖH – Österreichische Hochschüler_innenschaft
Telefon: +43 676 88852211
E-Mail: felix.gosch@oeh.ac.at
Website: https://www.oeh.ac.at
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