
ORF zu 70 Jahre Ungarnaufstand: „Der Bockerer III“, „kulturMONTAG“, „zeit.geschichte“-Abend, Radio-Schwerpunkt
Ab 31. Oktober in ORF 2, ORF III, auf ORF ON und in Ö1
An den Ungarnaufstand von 1956, der sich heuer zum 70. Mal jährt und an jene dramatischen Tage, die nicht nur Ungarns Geschichte, sondern auch Österreich nachhaltig prägten, erinnert der ORF mit einem Programmschwerpunkt in TV und Radio. Das ORF.at-Netzwerk und der ORF TELETEXT widmen sich im Rahmen ihrer aktuellen Berichterstattung ebenfalls dem historischen Ereignis, das offiziell von 23. Oktober bis 4. November 1956 – von einer friedlichen Studentendemonstration bis zur Invasion sowjetischer Truppen und Panzer – andauerte. Auf ORF ON werden Streams der TV-Sendungen bereitgestellt.
ORF 2: „Bockerer III – Die Brücke von Andau“ und „kulturMontag“ zur ÖNB-Ausstellung
Den Auftakt macht ORF 2 am Samstag, dem 31. Oktober 2026, um 13.20 Uhr mit einem österreichischen Filmklassiker: In Franz Antels 1999 entstandenem Spielfilm „Der Bockerer III – Die Brücke von Andau“ – der dritten Produktion des beliebten Vierteilers – gerät Karl Merkatz als Karl Bockerer in die Wirren des Ungarnaufstands von 1956 und ermöglicht am Ende vielen Menschen die Flucht vor dem kommunistischen Regime in den freien Westen. Diese gelingt über die seither in die Geschichte eingegangene Brücke von Andau, die zum Nadelöhr in die Freiheit und damit zum Symbol der Revolution wurde (und erst am Nationalfeiertag bei „9 Plätze – 9 Schätze“ für das Burgenland an den Start gegangen ist). Der „kulturMONTAG“ am 2. November um 22.30 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON widmet sich ausgehend von der Ausstellung „Brücke der Menschlichkeit. Österreich und der Ungarnaufstand 1956“ im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) dem historischen Anlass. Die Schau präsentiert aus dem umfangreichen fotografischen ÖNB-Bestand eine Auswahl bislang wenig bekannter Motive, die die dramatischen Geschehnisse von 1956 eindrucksvoll dokumentieren.
Dreiteiliger ORF-III-„zeit.geschichte“-Abend am 7. November
ORF III gestaltet am Samstag, dem 7. November, einen „zeit.geschichte“-Abend: Zunächst beleuchtet die neue Dokumentation „Große Momente – Als Österreich die Welt bewegte“ (20.15 Uhr) der Regisseure Josef Pallwein-Prettner und Norman Vaughan anhand ikonischer Fotografien Schlüsselmomente der österreichischen Außenpolitik – darunter auch die Ungarische Revolution und ihre Auswirkungen auf Österreichs Rolle in Europa. Expertinnen und Experten, Zeitzeugen sowie Fotografen berichten aus ihrer Perspektive, thematisieren Hintergründe und zeigen neue Aspekte dieser historischen Meilensteine auf. Danach zeichnet die Produktion „Ungarische Revolution 1956 – Neue Heimat Österreich“ (21.05 Uhr) den Weg vom Volksaufstand Ungarns gegen die sowjetische Herrschaft über dessen blutige Niederschlagung bis zur Flucht von rund 180.000 Menschen nach Österreich nach. Zeitzeugen wie Journalist Paul Lendvai und Fotograf Erich Lessing erinnern darin an die dramatischen Ereignisse von 1956 und deren nachhaltige Bedeutung. Den Dokuabend beschließt das Porträt „Erlebt, erzählt – Paul Lendvai“ (23.35 Uhr), das den prägenden Stationen im Leben des Osteuropa-Experten folgt, der im Zuge des Ungarnaufstands nach Wien floh.
Ö1-Reihen „Betrifft: Geschichte“ und „Radiokolleg“
Auch Ö1 thematisiert 70 Jahre Ungarnaufstand: So widmet sich im Rahmen von „Betrifft: Geschichte“ die fünfteilige Sendereihe „Der Ungarnaufstand im Gedächtnis“ am 16., 17., 18., 19. und 20. November, jeweils um 15.55 Uhr, der Revolution von 1956. In der kürzlich gesendeten vierteiligen „Radiokolleg“-Reihe „Ungarn – eine Spurensuche“, die weiterhin auf ORF Sound on demand abrufbar ist, folgt Ö1-Journalistin Mari Lang den Spuren ihrer Urgroßmutter, Großmutter und Mutter. Sie erzählt vom Gehen und Bleiben, vom Auswandern und Zurückkehren. Und davon, wie große politische Umbrüche das Leben einzelner Menschen prägen. Alle Ö1-Sendungen sind auf ORF Sound on demand nachzuhören.
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