
SPÖ-Schieder zum EU-Kanada-Gipfel: Zeit, unsere transatlantischen Beziehungen mit etwas Ahornsirup zu versüßen!
EU-Abgeordneter fordert: „Nach großen Ankündigungen müssen jetzt Taten folgen!“
Morgen beginnt in Montreal der zweitägige EU-Kanada-Gipfel, bei dem die Weichen für eine engere transatlantische Zusammenarbeit gestellt werden sollen. SPÖ-EU-Delegationsleiter Andreas Schieder sieht darin die Chance, ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen Europa und Kanada aufzuschlagen: „Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat in ihrer Rede zur Lage der Union im September große Ankündigungen gemacht. Jetzt müssen diesen Worten auch Taten folgen. Der EU-Kanada-Gipfel ist eine gute Gelegenheit, dafür den Grundstein zu legen. Gerade in einer Zeit, in der anderswo transatlantische Brücken eingerissen werden, ist es ein wichtiges Signal, dass Europa und Kanada neue bauen wollen. Mit dem Handelsabkommen CETA haben wir bereits ein starkes Fundament für unsere Zusammenarbeit geschaffen. Seit seiner vorläufigen Anwendung 2017 ist der bilaterale Handel um mehr als 80 Prozent auf über 130 Milliarden Euro gewachsen. CETA zeigt, wie sehr beide Seiten voneinander profitieren können. Darauf müssen wir jetzt aufbauen. Dabei ist zweitrangig, ob wir unsere Zusammenarbeit künftig ‚assoziierte Mitgliedschaft‘ oder ‚Allianz für die Zukunft‘ nennen. Entscheidend ist nicht, welcher Name am Etikett steht, sondern was am Ende in der Verpackung steckt.“ ****
Schieder weiter: „Unsere Beziehungen zu Kanada bieten noch viel Potenzial. Etwa bei kritischen Rohstoffen, wo wir unsere Abhängigkeit von China reduzieren müssen, oder bei digitalen Technologien und Forschung. Aber auch bei Erasmus+ und Creative Europe sollten wir enger zusammenarbeiten, damit noch mehr junge Menschen die Möglichkeit bekommen, über den Atlantik zu reisen und neue Freundschaften zu knüpfen. Denn starke Partnerschaften entstehen nicht nur zwischen Regierungen, sondern vor allem zwischen den Menschen. Wie wichtig eine engere Zusammenarbeit ist, zeigt sich auch in der Arktis. Während dort das Eis schmilzt, heizt sich der geopolitische Wettbewerb um die Region immer weiter auf. Europa und Kanada müssen gemeinsam dafür sorgen, dass die Arktis nicht zum nächsten großen Konfliktherd wird. Die Welt ist gerade dabei, sich grundlegend neu zu ordnen. Damit Europa dabei nicht an den Rand gedrängt wird, brauchen wir starke Partner wie Kanada. Höchste Zeit also, unsere transatlantischen Beziehungen mit einer ordentlichen Portion Ahornsirup zu versüßen!“ (Schluss) ff
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der SPÖ-Delegation im
Europaparlament
Jasmin Wagner
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