Zum Internationalen Tag der Betreuung und Unterstützung: Neuer Pflegefonds entlastet pflegende Angehörige mit bis zu 1.000 Euro pro Jahr

Volkshilfe: Rasche Unterstützung für armutsbetroffene Menschen bei der Pflege zu Hause

Pflege zu Hause – immer noch zu mehr als zwei Drittel von Frauen gestemmt – ist für viele Familien Alltag und geht oft mit großen finanziellen Belastungen einher. Besonders belastet sind armutsgefährdete Menschen. Der neue Fonds „Pflege möglich machen“ der Volkshilfe Österreich unterstützt pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen jetzt mit bis zu 1.000 Euro pro Jahr finanziell.

950.000 pflegende Angehörige übernehmen täglich Verantwortung, die für unser Pflegesystem und unsere Gesellschaft unverzichtbar ist. Gleichzeitig entstehen laufend Kosten für Hilfsmittel, Therapien, mobile Dienste oder notwendige Entlastung. „Pflegende Angehörige leisten Enormes. Sie brauchen nicht nur Anerkennung, sondern konkrete Unterstützung. Für armutsbetroffene Menschen gilt das ganz besonders. Unser neuer Pflegefonds hilft genau dort, wo notwendige Pflege und Entlastung sonst am Geld scheitern würden“, so Volkshilfe Direktor Erich Fenninger.

VON PFLEGEHILFSMITTELN BIS ZUR URLAUBSAUSZEIT

Mit dem Fonds können beispielsweise Pflegeprodukte und Hilfsmittel, Ergo-, Physio-, Logo- und Psychotherapie, Selbstbehalte bei mobilen Pflegediensten, Heimhilfe und Alltagsbegleitung sowie 24-Stunden-Betreuung gefördert werden. Aber auch Ersatzpflege während des Urlaubs pflegender An- und Zugehöriger, Tageszentren inklusive Fahrtkosten, medizinische Leistungen oder Angebote wie Essen auf Rädern können unterstützt werden.

Häusliche Versorgung geht oft mit der Notwenigkeit räumliche Veränderungen bzw. Adaptierungen vorzunehmen einher. Kleine wie große bauliche Maßnahmen kosten Geld: für Treppenlifte, Patient*innenheber, elektrische Rollstühle oder barrierefreie Umbauten können daher ebenfalls Kostenvoranschläge eingereicht werden. Nicht gefördert werden können Leistungen in stationären Einrichtungen wie Pflegeheimen, da der Fonds gezielt häusliche Pflege und Betreuung unterstützen will.

RASCHE UNTERSTÜTZUNG, EINFACH BEANTRAGEN

„Wir können armutsbetroffene Menschen einmal pro Jahr unterstützen. Es braucht dazu lediglich einen Einkommensnachweis, den aktuellen Pflegegeldbescheid oder den Nachweis eines Pflegegeld-Ansuchens sowie gegebenenfalls Rechnungen“, erklärt Teresa Millner-Kurzbauer, Leitung des Bereichs Pflege bei der Volkshilfe Österreich. Die Antragsformulare können auf der Website der Volkshilfe Österreich abgerufen und per E-Mail oder per Post eingereicht werden. Bei positiver Beurteilung wird die Unterstützung innerhalb eines Monats überwiesen. „Die Entlastung muss rasch bei den Menschen ankommen. Ziel ist es, die häusliche Pflege und Betreuung zu erleichtern und die Lebenssituation sowohl der zu Pflegenden als auch der Betreuenden nachhaltig zu verbessern“, schließt Millner-Kurzbauer.

Volkshilfe Österreich
Ulrike Schöflinger
Telefon: 067683402247
E-Mail: ulrike.schoeflinger@volkshilfe.at
Website: https://volkshilfe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender