Mandl: „Kärnten hat allen Grund, wieder zuversichtlicher nach vorne zu schauen!“

WK-Präsident Mandl sieht in jüngsten Konjunkturdaten und neuen Investitionen positive Signale für den Standort. Jetzt müsse die Politik den Betrieben zusätzlichen Rückenwind geben.

Die europäische Wirtschaft wächst stärker als erwartet, Österreich verzeichnet ebenfalls ein Plus und Kärntens Unternehmen zeigen in einem schwierigen Umfeld Widerstandskraft: Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl sieht darin Anlass für mehr Zuversicht. Im dritten Quartal legte die Wirtschaftsleistung im Euroraum laut erster Schätzung gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent zu, in Österreich betrug das Wachstum 0,2 Prozent. „Wir haben lange genug schlechte Nachrichten verdauen müssen. Jetzt gibt es wieder Signale, die Mut machen. Kärntens Betriebe halten dagegen, erschließen Märkte und investieren in die Zukunft. Diese Leistung verdient Anerkennung und gibt uns allen Grund, wieder zuversichtlicher nach vorne zu schauen“, betont Mandl.

KÄRNTENS BETRIEBE BEHAUPTEN SICH

Auch die jüngste Konjunkturbeobachtung für das Kärntner Gewerbe und Handwerk liefert ermutigende Anhaltspunkte: Bei der Entwicklung der Auftragseingänge beziehungsweise Umsätze im ersten Halbjahr 2026 liegt Kärnten hinter Salzburg auf Platz zwei im Bundesländervergleich. Mit einem nominellen Rückgang von 0,9 Prozent fällt das Minus nur halb so groß aus wie im österreichischen Durchschnitt. Eine breite Erholung steht zwar noch aus, Kärntens Betriebe behaupten sich aber vergleichsweise gut. In der jüngsten Eurostat-Analyse der BIP-Entwicklung auf Ebene der NUTS-2-Regionen zwischen 2019 und 2024 seien Kärnten und Salzburg die einzigen österreichischen Bundesländer mit einem realen Wachstum, betonte Mandl.

VERTRAUEN IN DEN STANDORT

Zusätzliche Perspektiven eröffnet die angekündigte Investition von Infineon: Bis 2034 sollen rund 1,1 Milliarden Euro in den Standort Villach fließen. Die geplante Fertigung von Galliumnitrid-Leistungshalbleitern auf 300-Millimeter-Wafern stärkt Kärntens Position als internationaler Technologiestandort. „Wer 1,1 Milliarden Euro in Villach investieren will, traut diesem Standort etwas zu. Kärnten hat Unternehmen, Fachkräfte und Forschungseinrichtungen, die international vorne mitspielen. Darauf können wir aufbauen. Aus solchen Investitionen entstehen Chancen für Zulieferer, Beschäftigte und die nächste Generation“, so Mandl.

AUS POSITIVEN SIGNALEN EINEN AUFSCHWUNG MACHEN

Für den WK-Präsidenten kommt es jetzt darauf an, die positiven Entwicklungen durch bessere Rahmenbedingungen zu unterstützen. Wettbewerbsfähige Energiepreise, eine Entlastung des Faktors Arbeit und schnellere Genehmigungsverfahren würden Unternehmen den nötigen Spielraum für neue Aufträge und Investitionen geben. „Unsere Unternehmer brauchen jetzt Rückenwind: weniger Bürokratie, leistbare Energie und mehr Luft zum Investieren. Die Politik muss ihren Beitrag leisten, damit aus den positiven Signalen ein Aufschwung wird, der bei möglichst vielen Betrieben und ihren Beschäftigten ankommt“, fordert Mandl.

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