
UNOS-Bernhard: „19 Reformanträge liegen auf dem Tisch – jetzt muss die Wirtschaftskammer liefern“
UNOS, Grüne Wirtschaft und Freiheitliche Wirtschaft fordern Umsetzung der Rechnungshof-Empfehlungen, ein demokratischeres Wahlrecht und unabhängige Kontrolle.
Die Rechnungshofberichte zur Wirtschaftskammer haben im Juli 2026 strukturelle Schwächen bei Transparenz, Rücklagen, Personalaufwand und Organisationsstrukturen aufgezeigt. Für UNOS ist klar: Diese Kritik darf nicht folgenlos bleiben. Die Wirtschaftskammer muss ihre Strukturen modernisieren, ihre Ressourcen effizient einsetzen und sich konsequent an den Interessen ihrer Mitglieder orientieren.
Beim Wirtschaftsparlament am 26. November 2026 bringen daher UNOS, Grüne Wirtschaft und Freiheitliche Wirtschaft insgesamt 19 gemeinsame Reformanträge ein. 17 davon greifen konkrete Kritikpunkte und Empfehlungen des Rechnungshofes auf. Zwei weitere Anträge betreffen eine demokratischere Wahlrechtsreform und die Stärkung der unabhängigen Kontrolle innerhalb der Wirtschaftskammer.
UNOS Bundessprecher Michael Bernhard dazu: „Der Rechnungshof hat klar aufgezeigt, wo die Wirtschaftskammer strukturelle Reformen braucht. Jetzt geht es darum, aus diesen Erkenntnissen konkrete Konsequenzen zu ziehen. 19 gemeinsame Reformanträge liegen auf dem Tisch – jetzt geht es darum, vom Reden ins Tun zu kommen.“
Ein zentraler Reformbedarf besteht beim Wahlrecht: UNOS fordern einfachere, transparentere und demokratischere Wahlen, eine Direktwahl der Wirtschaftskammerpräsident:innen sowie ein Ende nachträglicher Mandatszurechnungen. Die Zusammensetzung der Interessenvertretung muss den tatsächlichen Wählerwillen widerspiegeln.
Ebenso braucht es eine wirksame und unabhängige Kontrolle innerhalb der Kammer. Dazu gehören ausreichende Prüfkompetenzen und Ressourcen, eine organisatorisch und fachlich unabhängige Kontrollamtsleitung sowie verbindliche Konsequenzen aus den Prüfungsergebnissen. Künftig sollen Vertreter:innen von mindestens drei Wählergruppen bis zu zwei Sonderprüfungen jährlich veranlassen können. Kontrolle muss unabhängig von den Mehrheitsverhältnissen funktionieren und darf nicht vom Wohlwollen jener abhängen, die kontrolliert werden.
Bernhard abschließend: „Wer von Transparenz spricht, muss auch unabhängige Kontrolle zulassen. Und wer demokratische Mitbestimmung ernst nimmt, muss ein Wahlrecht ermöglichen, das den tatsächlichen Willen der Mitglieder abbildet. Die 19 Anträge sind ein konkretes Reformangebot. Jetzt wird sich zeigen, ob die Wirtschaftskammer auch bereit ist, die bestehenden Machtstrukturen zugunsten einer modernen und demokratischen Interessenvertretung aufzubrechen. Die Unternehmerinnen und Unternehmer verdienen eine Kammer, die für sie arbeitet – und nicht primär mit sich selbst beschäftigt ist.“
UNOS – Unternehmerisches Österreich vertreten seit 2014 die Interessen liberal denkender Unternehmerinnen und Unternehmer und sind in acht Wirtschaftsparlamenten präsent.
UNOS – Unternehmerisches Österreich
Mag. Lena Nagl
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