
Innovation und Wettbewerbsfähigkeit – Chemikalienpolitik macht‘s (un)möglich
Bei einem Green Event in der WKÖ diskutierten internationale Experten über die stetig steigenden rechtlichen Anforderungen
Wien (OTS) – „Damit die Wettbewerbsfähigkeit wieder angekurbelt wird,
müssen wir Innovation im Bereich der Chemie unterstützen. Sonst
werden andere Länder ihren jetzt schon bestehenden Vorsprung noch
weiter ausbauen und an uns vorbeiziehen“, stellte Mariana Kühnel,
stellvertretende Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich
(WKÖ) im Rahmen einer Konferenz zur europäischen und internationalen
Chemikalienpolitik fest. Eine Rohstoffpolitik und
Chemikalienregulierung, die „verhältnismäßig sein muss und so
gestaltet ist, dass auch KMU damit leben können“, sieht sie als
wesentlichen Baustein für diese Aufholjagd.
Im Rahmen der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft lud die WKÖ
gemeinsam mit dem Wirtschafts- und dem Nachhaltigkeitsministerium
dieser Tage zu einem internationalen Green Event unter dem Titel
„International Chemical Policy from a European Perspective“ ein. Die
Konferenz war ein Tour l’horizon durch den internationalen
Regelungsrahmen für Chemikalien. Sie bot Unternehmen eine kompakte
Möglichkeit, sich über die Entwicklung auf dem heimischen und
internationalen Markt zu informieren.
Zwtl.: Chemikalienpolitik weltweit im Wandel
Das Publikum konnte mit Top-Experten der europäischen und
internationalen Chemikalienpolitik über zukünftige Erwartungen und
Sorgen diskutieren. Dabei wurde rasch klar, dass Unternehmen in den
kommenden Jahren vor großen Herausforderungen stehen werden, denn die
Chemikalienpolitik ist weiterhin im Wandel. Das gilt nicht nur für
Österreich, sondern weltweit. Chemikalien verwendet praktisch jedes
Unternehmen und diese sind mit stetig wachsenden rechtlichen
Anforderungen konfrontiert.
Ein großer Teil der Diskussionen drehte sich um die
Chemikalienverordnung REACH, mit der die Europäische Union weltweit
neue Maßstäbe gesetzt hat. Aber auch die Kreislaufwirtschaft war ein
wichtiger Diskussionspunkt. „Wie schafft man eine Regulierung, die
garantiert, dass Rohstoffe sicher und nachhaltig verwendet werden,
die aber gleichzeitig leistbar ist? Das ist für mich die zentrale
Frage für die Zukunft“, so Marko Sušnik, Chemikalienrechtsexperte der
WKÖ und des Europäischen KMU-Dachverbandes UEAPME.
Zwtl.: Harmonisierung der Regeln als Ziel
Überwiegende Einigkeit herrschte unter den Teilnehmenden der
Konferenz darüber, dass harmonisierte, grenzübergreifende Regeln ein
wesentlicher Beitrag zu deren Leistbarkeit sind, auch wenn es hier
noch viel zu tun gibt. Gerade in punkto Harmonisierung spielen
internationale Player wie die Vereinten Nationen, die OECD und
globale Unternehmen deshalb eine herausragende Rolle. Als wichtige
Trendsetter formen sie die zukünftige Verfügbarkeit unserer Rohstoffe
maßgeblich mit.
Im Bereich Chemikalienrecht ist die Wirtschaftskammer Österreich
ein kompetenter Ansprechpartner der Unternehmen. Sie bietet eine
Vielzahl von maßgeschneiderten Servicedienstleistungen, die gesammelt
auf [www.wko.at/reach] (http://www.wko.at/reach) verfügbar sind. Auf
diesem Link finden sich auch Unterlagen und Videoaufzeichnungen der
Konferenz. (PWK746/DFS)
Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik
DI Dr. Marko Sušnik
Telefon: +43 5 90 900 4393
E-Mail: marko.susnik@wko.at
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