
Zinggl: Ministerin Köstinger ohne jedes Konzept zur Rettung der Berg- und Kleinbauern
Landwirtschaft wie auf allen Gebieten der Regierungspolitik: Große profitieren, Kleine schauen durch die Finger
Wien (OTS) – „Der heutige Landwirtschaftsausschuss bestätigte leider
unsere Befürchtungen: Landwirtschaftsministerin Köstinger hat
überhaupt kein Konzept zur Erhaltung der österreichischen Berg- und
Kleinbauern“, konstatiert Wolfgang Zinggl, Klubobmann der Liste Pilz.
Auf die Frage von Stephanie Cox, welche Konzepte es gebe, um dem
Kleinbauernsterben entgegenzutreten, hat die Ministerin nur auf die
EU verwiesen und sich selbst aus der Verantwortung genommen. „Was ist
das für ein Verständnis für unsere alpenländische Bauernkultur? Wie
in der Sozialpolitik, wird auch bei den Bauern auf die vergessen, die
Unterstützung am notwendigsten bräuchten“, so der Klubobmann.
„Unsere heimische Landwirtschaft zeichnet sich durch hohe Qualität
der erzeugten Produkte aus. Diese Qualität gewährleisten aber in
erster Linie die Klein-, Kleinst- und Biobetriebe, die mit ihrer
schonenden Form der Landwirtschaft nicht nur Kulturpflege betreiben,
sondern auch eine art- und naturgerechte Produktion sicherstellen.
Seit den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts sind aber die Hälfte
aller Klein- und Nebenerwerbslandwirtschaften eingestellt worden“,
erinnert Zinggl und meint: „Wir müssen sicherstellen, dass diese Form
der Landwirtschaft, die unsere alpenländische Kultur seit jeher
prägt, nicht unwiederbringlich verlorengeht. Wir müssen Mittel
finden, dass von den Gewinnen aus der Landwirtschaft nicht nur die
mittleren und großen Agrarbetriebe profitieren, sondern eben auch die
kleinstrukturierten Landwirte. Diese schauen meist durch die Finger.“
„Wenn Köstinger sagt, sie wolle mehr EU-Agrargelder für bäuerliche
Familienbetriebe, ist das doppelt zynisch. Sie verschweigt, dass es
ihre Regierung ist, die mit der Boykotthaltung beim EU-Budget mehr
Mittel für die Landwirtschaft verhindert. Und sie hat auch kein
Konzept zur Förderung der kleinen Betriebe, sondern lediglich eines
zur Unterstützung der Massenproduktion“, hält Zinggl fest.
Liste Peter Pilz im Parlament
Eva Kellermann
06648818 1042
eva.kellermann@listepilz.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at
© Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender