VÖZ begrüßt Regierungspläne gegen Hass im Netz

„Demokratischer Diskurs erfordert ehrliche Standpunkte, die auch offen vertreten werden.“

Wien (OTS) – „Der Verband Österreichischer Zeitungen begrüßt
prinzipiell jede Maßnahme, die zu einer Versachlichung der digitalen
Debattenkultur beiträgt“, erklärte VÖZ-Präsident Markus Mair am 13.
November 2018 in einer ersten Reaktion auf die am „Gipfel für
Verantwortung im Netz und Gewaltprävention“ im Bundeskanzleramt
präsentierten Regierungspläne.

Die geplante „De-Anonymisierung“ sei laut Mair ein gangbarer Weg,
um der zunehmenden Verschärfung des Meinungsklimas im Netz
entgegenzuwirken. „Demokratischer Diskurs erfordert ehrliche
Standpunkte, die auch offen vertreten werden. In unseren
Printpublikationen werden ja auch keine anonymen Leserbriefe
publiziert“, so Mair.

Das Bekenntnis zu Klarnamen sei laut Mair allerdings kein
Allheilmittel: „Wir sehen aber auch mit besonderer Sorge, dass
Hass-Postings oder herabwürdigende Beiträge auf Sozialen Medien
mittlerweile auch mit Klarnamen veröffentlicht werden. Es ist daher
eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, die ein umfassendes
Maßnahmenpaket erfordert und nicht nur mit der Klarnamenpflicht
gelöst werden kann.“ Insofern sei es positiv, dass laut der
Bundesregierung gleichzeitig an schärferen Strafgesetzen für
Online-Entgleisungen gearbeitet werde.

Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ)
Markus Kiesenhofer, BA MA
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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