Köche auf der Mangelberufliste – langjährige WKÖ-Forderung wird umgesetzt

WKÖ: Nocker-Schwarzenbacher, Kraus Winkler und Pulker begrüßen Einigung der Regierung zur Erweiterung der Mangelberufsliste

Wien (OTS) – „Angesichts des akuten Mitarbeitermangels am Beginn der
Wintersaison ist die Umsetzung unserer Forderung ein dringend
notwendiger Schritt, um unsere Gäste bestmöglich betreuen zu können
und den Arbeitsdruck beim Stammpersonal zu verringern,“ begrüßt Petra
Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundesssparte Tourismus und
Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die
Einigung zur Fachkräfteverordnung, in die ab 1.1.2019 erstmals auch
die Köche Eingang gefunden haben. Über die Entbürokratisierung der
Rot-Weiß-Rot-Card ist es dadurch möglich, Mitarbeiter aus
Drittstaaten mehrjährig zu beschäftigen.

Im Bundesschnitt entfielen im Jahresbetrachtungszeitraum auf eine
offene Stelle 1,3 jobsuchende Köche. Damit wurde der für die Aufnahme
auf die Mangelberufsliste „notwendige“ Schwellenwert von 1,5 deutlich
unterschritten.

„Auch wenn diese Zahlen alles andere als ein Grund zum Jubeln
sind, freuen wir uns über die daraus resultierende Erleichterung. Da
es einen europaweiten Wettbewerb um Mitarbeiter gibt und
beispielsweise unsere deutschen Nachbarn den Markt für Arbeitskräfte
aus Drittstaaten immer stärker liberalisieren, ist diese Maßnahme
auch aus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit geboten“, unterstreichen
auch Susanne Kraus-Winkler und Mario Pulker, die Obleute der
betroffenen Fachverbände Hotellerie in der WKÖ.

Auch die Regionalisierung der Mangelberufsliste, das heißt die
zusätzliche Öffnung in jenen Bundesländern, in denen der regionale
Schwellenwert bei bestimmten Berufen unterschritten wird, sei ein
Schritt in die richtige Richtung – auch wenn durch die jährliche
Limitierung auf 300 Rot-Weiß-Rot-Cards die praktischen Auswirkungen
vorerst überschaubar sind. „Wichtig ist jetzt, dass die Betriebe beim
AMS Anträge für Rot-Weiß-Rot-Cards für Köche bereits im Dezember
stellen können, um diese neue Möglichkeit für die diesjährige
Wintersaison noch nützen zu können“, so die WKÖ-Touristiker
abschließend. (PWK840/ES)

Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft
Mag. Manfred Katzenschlager
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