
Pflege: „Daheim-Hilfen“ sind Meilenstein für Pflege im eigenen Zuhause
Kärntner Gesundheitsreferentin, LHStv.in Prettner: Pflegebetreuung zu Hause erleichtern, pflegende Angehörige entlasten – SPÖ-Pflegeplan trifft Kern der Pflege der Zukunft.
Klagenfurt (OTS) – „Das Thema Pflege verlangt seriös durchdachte
Vorschläge, die den Menschen Sicherheit für den Fall einer
Pflegenotwendigkeit geben. Das heute vorgelegte Pflegekonzept der
Bundes-SPÖ ist ein Bündel solcher seriös durchdachten Vorschläge“,
sagt die Kärntner Gesundheitsreferentin Beate Prettner.
Mit einer Pflegemilliarde, wie sie SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner
fordert, könnten die Pflegeangebote vor Ort ausgebaut und leistbar
gemacht werden. „Und das ist das Um und Auf, damit wir
Pflegebetreuung zu Hause erleichtern, pflegende Angehörige entlasten
und damit generell Pflege in den eigenen vier Wänden forcieren“, ist
Prettner überzeugt. In diesem Zusammenhang verweist sie auf den
erfolgreichen Kärntner Weg: „Mit der schrittweisen Umsetzung der
Pflegenahversorgung forcieren wir eine hochwertige Betreuung im
eigenen Zuhause.“ Ein Pflegekoordinator bzw. Kümmerer erhebt den
regionalen Bedarf und entsprechend diesen Bedürfnissen wird ein
maßgeschneidertes Pflegepaket geschnürt. „Die zusätzliche
Pflegemilliarde würde diesen wichtigen und richtigen Weg noch
effektiver machen“, betont Prettner.
In Richtung Türkis-Blau meint sie: „Wenn es der Bundesregierung
wirklich ernst ist mit der Pflegefrage, muss sie alles daran setzen,
die notwendigen finanziellen Mittel aufzustellen“, so Prettner. Und
sie fügt hinzu: „Freilich ohne dabei die Menschen zusätzlich zur
Kassa zu bitten, wie es bei einer Pflegeversicherung der Fall wäre.
Stattdessen wäre eine Millionärssteuer oder eine Transaktionssteuer
denkbar.“
Sehr viel abgewinnen kann Prettner dem Vorschlag, Personen
beispielsweise über die – bedauerlicherweise von der Bundesregierung
eingestampfte – Aktion 20.000 als Heimhilfen bzw. „Daheim-Hilfen“
auszubilden und über Trägerorganisationen wie Caritas, Rotes Kreuz,
Diakonie etc. anzustellen. Laut der Kärntner Gesundheitsreferentin
hätte das jedenfalls zwei wesentliche Vorteile: „Einerseits wäre die
ausgebildete Heimhilfe, die tagsüber die Pflegeperson in deren
eigener Wohnung betreut, eine wirkliche Hilfe nicht nur für die zu
pflegende Person, sondern für deren ganze Familie. Andererseits
könnten wir Tausende Menschen wieder in den Arbeitsmarkt
integrieren.“
„Mit dem heute präsentierten Pflegekonzept hat Rendi-Wagner eine
Antwort gegeben auf eine wirklich drängende Herausforderung. Auf eine
Herausforderung, die uns alle angeht – und die nicht mit
schönredender Ankündigungspolitik zu lösen ist“, betont Prettner. Sie
hofft, dass die Bundesregierung die Anregungen tatsächlich aufnimmt –
„im Sinne einer notwendigen bundeseinheitlichen Weiterentwicklung
unseres Pflegesystems.“
(Schluss)
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