Accenture-Report „Fjord Trends 2019“: Angeboten ohne nachhaltigen Nutzen droht der Kehraus

Wien/Berlin/Kronberg (OTS) – Verbraucher, Politik und
Interessensgruppen gehen kritischer denn je mit Produkten und
Dienstleistungen ins Gericht. Mit dafür verantwortlich sind die
Datenskandale, Umweltschäden und andere Ereignisse des Jahres 2018.
Angeboten, die wenig nachhaltigen Nutzen versprechen, droht die
Ausmusterung. Das beschreiben Accenture und Fjord, die Innovations-
und Designberatung von Accenture Interactive, im Report „[Fjord
Trends 2019] (https://trends.fjordnet.com/)“.

Menschen hinterfragen vor allem Dinge, die im Zuge der rasanten
Digitalisierung entstanden sind. Besonders in der Kritik stehen
Ressourcenfresser – Angebote, deren Herstellung und Nutzung ein hohes
Maß an Zeit, Aufmerksamkeit, persönlichen Daten und Naturgütern
verlangen.

„Seit Jahren umgeben wir uns mit immer neuen Diensten und
Geräten“, sagt Hannes Mayrhofer, Leiter Wachstum und Innovation bei
Accenture Österreich. Nun verblasst der Glanz des Neuen und manche
negativen Folgen der Digitalisierung werden sichtbar. Menschen und
Unternehmen haben unterschiedliche Vorstellungen von echtem Nutzen
und Mehrwert entwickelt. Uns steht ein Frühjahrsputz bevor, bei dem
Verbraucher entscheiden werden, was ihnen selbst, der Gesellschaft
und der Umwelt tatsächlich etwas bringt. Darin liegt die große
Innovationsherausforderung für Unternehmen, Designer und Entwickler.

Die Suche nach nachhaltigem Nutzen und langfristiger Bedeutung von
Angeboten schlägt sich in sieben Design- und Digitaltrends nieder:

1. Schweigen ist Gold. Menschen stemmen sich zunehmend gegen die
Flut digitaler Nachrichten. Politik und Arbeitgeber erkennen die
steigenden Gesundheitsrisiken sozialer Medien und ständiger
Erreichbarkeit. Einige Technologieunternehmen bieten bereits
Achtsamkeits-Apps für die eigenen Produkte an.

Unternehmen müssen die wachsende Gruppe von Verbrauchern
respektieren, die Barrieren zwischen sich und der digitalen Welt
errichten. Sie sollten weniger und dafür relevantere Botschaften
senden, und Produkte und Dienste gestalten, die besser mit der
Aufmerksamkeit ihrer Nutzer haushalten.

2. Nachhaltigkeit? Nicht verhandelbar. <a>Ernte-Einbußen und
Niedrigwasser haben auch den Menschen in Deutschland und Österreich
die Folgen des Klimawandels drastisch vor Augen geführt. Mikroplastik
ist zum globalen Problem geworden und in vielen Ländern geht die
Politik gegen die Wegwerf-Kultur vor. Der Einzelne sieht sich stärker
denn je in der Pflicht, gegenzusteuern.</a>

Unternehmen müssen ihr Geschäft auf Kreislaufwirtschaft ausrichten
und Nachhaltigkeit in ihre Produkte und Dienstleistungen integrieren.
Der Verbraucher wandert vom Ende der Lieferkette in deren Mitte.
Dafür müssen Firmen das Auffüllen oder Zurückgeben von Produkten zu
einem ähnlichen Erlebnis machen wie den Kauf.

3. Daten-Minimalismus. Die Debatte um den Nutzen und Missbrauch
von Daten hat zur Folge, dass Menschen den Wert ihrer
personenbezogenen Daten höher einschätzen als Unternehmen. Sie haben
immer stärkere Vorbehalte, ihre Daten mit Unternehmen zu teilen.

Unternehmen sollten deshalb Angebote schaffen, die mit einem
Mindestmaß an Daten auskommen. Außerdem müssen sie Verbraucher auf
möglichst einfachem Wege darüber aufklären, welche Daten sie sammeln,
was sie damit tun und was für den Einzelnen dabei herauskommt.

4. Vom PKW zu „A nach B“. Unzureichende Regulierung und fehlende
Planung haben zu wild wuchernden Verkehrs- und Transportangeboten in
Städten geführt. Es tummeln sich öffentliche und private Anbieter,
das Verkehrsaufkommen steigt, dem Einzelnen fehlt der Überblick.

Verkehrsanbieter sollten weniger in Transportmitteln denken als
vielmehr daran, auf welchem Weg Personen und Dinge am besten von A
nach B gelangen. Branchenfremde Firmen werden eigene
Mobilitätsangebote für die Kunden ihres Kerngeschäfts schaffen.
Beides erfordert ein Ökosystem, das sämtliche Angebote verbindet und
an den Mobilitätsbedürfnissen der Menschen ausgerichtet ist.

5. Die Personalisierungsfalle. <a>Heute verschaffen sich mehr
Menschen denn je öffentlich Gehör. Viele dieser Stimmen
berücksichtigen Unternehmen bereits in ihren Angeboten. Doch mit der
immer individuelleren Ansprache steigen die Erwartung der Verbraucher
an personalisierte Angebote. Daher laufen Unternehmen immer öfter
Gefahr, Bedürfnisse nicht genau zu treffen und damit bestimmte
Gruppen unabsichtlich auszugrenzen. </a>

Dieses Dilemma werden Unternehmen mittelfristig mit Künstlicher
Intelligenz (KI) lösen. Um bis dahin keine Verbraucher zu verlieren,
sollten sie Methoden der Verhaltensforschung und sogenannte Mindsets
einsetzen, und sich nicht allein auf demografische Daten verlassen.

6. Die Weiten des Raumes. Die Digitalisierung verändert Räume.
Ladengeschäfte werden eine zweite, digitale Schicht bekommen, die den
Kunden das Aussuchen, Ausprobieren und Kaufen ähnlich einfach macht
wie im Online-Handel. Unternehmen werden Arbeitsräume an die agile,
flexiblere Arbeitsweise der Digitalisierung anpassen, die viele
Menschen heute erwarten.

7. Synthetische Wirklichkeiten. Deepfakes und täuschend echte
Stimmsimulatoren stellen unser Verständnis von Wahrheit und
Authentizität in Frage. Dass etwas authentisch ist, wird für
Verbraucher 2019 wichtiger sein denn je. Unternehmen müssen sich für
den Fall wappnen, Opfer eines Fakes zu werden. Gleichzeitig sollten
sie ausloten, wo sie synthetische Wirklichkeiten mit Gewinn einsetzen
können, zum Beispiel in der Unterhaltung und für die Simulation
medizinischer Probleme.

Einschneidende Neuerungen wie KI gehören bald zum Alltag, so
Mayrhofer. „Um damit echten Nutzen für Menschen erzielen zu können,
müssen Unternehmen zum Beispiel Ökosysteme bilden und vom klassischen
Schubladen-Denken wegkommen, das Menschen starr in Käufer, Pendler,
Bürger und Patienten einteilt.“

Die Fjord Trends 2019 speisen sich aus den professionellen
Beobachtungen und der Kundenarbeit von mehr als 1.000
Fjord-Designern, -Entwicklern und -Beratern. Mehr unter
[trends.fjordnet.com] (https://trends.fjordnet.com/).

Fjord wurde 2001 gegründet und ist seit 2013 Teil von Accenture
Interactive. Heute hat Fjord weltweit 28 Design- und
Innovationsstudios, darunter in Berlin und Zürich. Mehr unter
[www.fjordnet.com] (http://www.fjordnet.com/).

Zwtl.: Über Accenture

Accenture ist ein weltweit führendes Dienstleistungsunternehmen,
das ein breites Portfolio von Services und Lösungen in den Bereichen
Strategie, Consulting, Digital, Technologie und Operations anbietet.
Mit umfassender Erfahrung und spezialisierten Fähigkeiten über mehr
als 40 Branchen und alle Unternehmensfunktionen hinweg – gestützt auf
das weltweit größte Delivery-Netzwerk – arbeitet Accenture an der
Schnittstelle von Business und Technologie, um Kunden dabei zu
unterstützen, ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern und nachhaltigen
Wert für ihre Stakeholder zu schaffen. Mit rund 459.000 Mitarbeitern,
die für Kunden in über 120 Ländern tätig sind, treibt Accenture
Innovationen voran, um die Art und Weise, wie die Welt lebt und
arbeitet, zu verbessern. Besuchen Sie uns unter [www.accenture.at]
(http://www.accenture.at/)

Accenture Interactive gestaltet für weltweit führende Marken
herausragende Kundenerlebnisse über die gesamte Customer Journey
hinweg. Mit unseren umfassenden Angeboten in Design, Marketing,
Content und Commerce gehen wir neue Wege, um in der heutigen, auf das
Kundenerlebnis ausgerichteten Wirtschaft zu bestehen. Zum dritten Mal
in Folge rangiert Accenture Interactive als weltweit größte
Digitalagentur im aktuellen Advertising Age-Agenturreport. Mehr unter
[@accentureACTIVE] (https://twitter.com/AccentureACTIVE) und
[www.accentureinteractive.com]
(http://www.accentureinteractive.com/).

Peter Auer
Head of Marketing & Communications
Accenture GmbH
Telefon +43 1 20502 33142
peter.auer@accenture.com

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