
Czernohorszky/Himmer: „AK-Studie untermauert Forderung nach Chancenindex“
Mehr Mittel vom Bund, um Kinder besser zu fördern
Wien (OTS) – „Die heute präsentierte AK-Studie zum Chancenindex
untermauert unsere langjährige Forderung nach einer Verteilung von
Resourcen, die auf die tatsächlichen Bedürfnisse von Schulen
Rücksicht nimmt. Sie zeigt aber auch, dass die Herausforderungen, mit
denen Schulen in Wien konfrontiert sind, auch für die anderen
größeren Städte in Österreich und teilweise auch für bestimmte
ländliche Regionen gleichermaßen gelten“, betonten heute Wiens
Bildungsstadtrat Jürgen Czernohorszky und Bildungsdirektor Heinrich
Himmer zu der heute veröffentlichten Studie der Arbeiterkammer.
„Leider wurde die einzige Maßnahme, die bisher nach den
Bedürfnissen der Schulen verteilt wurde, gestrichen: der
Integrationstopf. Für die Wiener Schulen heißt das: Eine stagnierende
Anzahl der Lehrkräfte bei stark steigenden SchülerInnenzahlen. Das
Verhältnis SchülerIn/Lehrkraft hat sich im Vergleich zum Vorjahr
verschlechtert“, so Czernohorszky und Himmer weiter. „Wesentlich für
uns ist: Eine sozial indexierte Ressourcenverteilung darf nicht
bestimmten Schulen Unterstützung wegnehmen, sondern muss durch
zusätzliche Mittel gesichert werden. Der Chancenindex muss dazu
führen, dass alle Schulen genug Mittel bekommen und jene Schulen, die
größere Herausforderungen haben, zusätzliche Unterstützung für
Förderung erhalten.“
Für Wien werde derzeit an einer neuen Mittelzuteilung für das
Schuljahr 2019/20 gearbeitet, die bereits Elemente des Chancenindex
enthalte“, so Himmer. Das dahinter stehende Credo: „Jede Schule soll
ausreichend Ressourcen bekommen.“ Diese Reform werde durch eine
bessere Verteilung von Fördermitteln vielen Schulen mit großen
Herausforderungen zusätzliche Mittel bescheren.
Aufrecht bleibe aber Wiens Forderung nach mehr Mitteln des Bundes,
um endlich einen österreichweiten Chancenindex einzuführen, so Jürgen
Czernohorszky. „Denn nur österreichweit kann ein solcher Index
längerfristig wirklich funktionieren. Dafür brauchen wir in Wien,
aber auch in vielen anderen Städten und Regionen in Österreich
einfach mehr Ressourcen für die Schulen. Der Bund ist gefordert, eine
Lösung zu finden, um Kinder besser zu fördern, aber ohne andere
Kinder zu benachteiligen.“ (Schluss)
Michaela Zlamal
Mediensprecherin StR Jürgen Czernohorszky
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michaela.zlamal@wien.gv.at
Matias Meissner
Mediensprecher des Stadtschulrats für Wien
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