
Fünf Jahre nach Ausbruch der Kämpfe im Südsudan: 15.000 Kinder ohne Eltern oder vermisst
Juba/Wien (OTS) – 15.000 Kinder bleiben fünf Jahre nach
Kriegsausbruch im Südsudan von ihren Familien getrennt oder vermisst.
Mehr als vier Millionen Menschen wurden aufgrund der Kämpfe
vertrieben, die meisten davon Kinder. Seit Beginn des Konflikts hat
UNICEF fast 6.000 Kinder wieder mit ihren Eltern oder Familien
zusammengebracht.
Jede Wiedervereinigung ist das Ergebnis monatelanger und oft
jahrelanger Arbeit, um vermisste Familienmitglieder in einem Land von
der Größe Frankreichs aufzuspüren, und das ohne grundlegende
Infrastruktur. Das Leid der Kinder ist unvorstellbar, aber die
Freude, eine Familie zu sehen, die wieder ganz ist, ist immer eine
Quelle der Hoffnung, sagt Leila Pakkala, UNICEF-Regionaldirektorin
für Ost- und Südafrika.
Getrennte und unbegleitete Kinder sind anfälliger für Gewalt,
Missbrauch und Ausbeutung, weshalb die Zusammenführung mit ihren
Eltern eine dringende Priorität ist. Auch nach der Wiedervereinigung
benötigen viele Familien weiterhin Unterstützung. Die Hälfte der
Kinder, die mit ihren Familien zusammengebracht wurden – rund 3.000 –
erhält noch immer humanitäre Hilfe.
Ein kürzlich unterzeichnetes Friedensabkommen zwischen den
Kriegsparteien des Südsudans könnte die Möglichkeit bieten, diese
Arbeit und andere humanitäre Hilfe zu intensivieren.
Seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens hat es ermutigende
Entwicklungen vor Ort gegeben. Wir hoffen, dass sich bisher
unzugängliche Gebiete öffnen werden, so dass wir im kommenden Jahr
für mehr Menschen lebensrettende Hilfe leisten können, so Pakkala.
Zwtl.: Seit Beginn des Konflikts haben UNICEF und seine
Partnerorganisationen:
1,5 Millionen Kindern den Zugang zur Bildung ermöglicht.nDie Freilassung von fast 3.000 Kindern unterstützt.n800.000 Menschen Zugang zu sauberem Wasser ermöglicht.nMehr als 1,4 Millionen Kinder mit psychosozialen Unterstützungsaktivitäten erreicht.n1,5 Millionen Kinder auf Unterernährung untersucht.nFür die Ausstellung von Geburtsbescheinigungen für 550.000 Neugeborene gesorgtn630.000 Kindern wegen schwerer akuter Unterernährung behandelt.nFast 6 Millionen Kinder geimpft.nDennoch haben fünf Jahre Gewalt und Unsicherheit den Kindern im
Südsudan verheerende Schäden zugefügt. Schätzungsweise 1,2 Millionen
Kinder sind akut unterernährt – die höchste Zahl seit Beginn des
Konflikts. Rund 2,2 Millionen Kinder erhalten keine Schulbildung, so
dass der Südsudan den höchsten Anteil an außerschulischen Kindern der
Welt hat.
Für 2019 benötigt UNICEF 179 Millionen US-Dollar für humanitäre Hilfe
für Kinder.
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Fotos und Video stehen hier zum Download zur Verfügung:
[https://weshare.unicef.org/Package/2AMZIF3ZPQ0F ]
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